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Mehr Arbeit für Streifenwagenbesatzungen – Hundertschaft beim G-20-Gipfel aktiv

Alle sieben Minuten ein Einsatz

Bielefeld (WB/sb). Durchschnittlich 14 Minuten dauerte es im vergangenen Jahr, bis die Streifenwagen der Polizei bei Einsätzen in Bielefeld vor Ort waren. »Dieser Wert liegt fast eine Minute unter dem Landesdurchschnitt«, sagte Polizeisprecherin Sonja Rehmert dem WESTFALEN-BLATT. Insgesamt 82.191 mal rückten die uniformierten Schutzpolizisten aus. Das sind durchschnittlich 225 Einsätze pro Tag – also alle sieben Minuten ein Einsatz.

Viel zu tun: Mehr als 82.000 Einsätze in Bielefeld stehen in der Bilanz des vergangenen Jahres. Foto: Thomas F. Starke/Archiv

Die Zahl der Einsätze sei gestiegen, heißt es in der Jahresbilanz der Direktion Gefahrenabwehr und Einsatz. Im Jahr 2016 waren es noch 80.606 Einsätze. »Die tägliche Einsatzbelastung der Polizeibeamten im Streifendienst liegt damit weiterhin auf einem hohen Niveau.« Die durchschnittliche Einsatzreaktionszeit bei Verkehrsunfällen mit Verletzten betrage etwas mehr als acht Minuten. »Wenn Täter am Ort gemeldet wurden, benötigte die Polizei durchschnittlich nicht mal fünf Minuten bis zur Ankunft am Tatort«, berichtete Sonja Rehmert.

Unter anderem bei Demonstrationen war die Polizei im Dienst. Dabei ging es um Kundgebungen zur Lage in Syrien, Kurdendemos, Proteste gegen die türkische Staatsregierung sowie AfD-Veranstaltungen und Gegenveranstaltungen des Bündnisses »Bielefeld ist bunt und weltoffen«. Die Polizei zählt Einsätze bei insgesamt 169 Versammlungen.

46 Einsätze weniger als 2016

2225 Menschen (darunter 2013 Männer) wurden in Polizeigewahrsam genommen – das sind 263 Menschen weniger als 2016. Die Einsatzhundertschaft Bielefeld verzeichnete 2017 insgesamt 146 Sondereinsätze – das sind 46 weniger als 2016. 26 Einsätze gingen in Bielefeld »über die Bühne«. Schwerpunkt war der Einsatz bei Fußballspielen. Hier war die Einsatzhundertschaft allein 72 mal gefragt (2016: 65) – bei Spielen in Dortmund, Gelsenkirchen, Bochum, Bielefeld, Paderborn und Münster. Dagegen ist die Zahl der Einsätze bei Demonstrationen der rechten und linken Szene um 50 Prozent gefallen – von 28 auf 14. Hinzu kamen weitere 17 Demo-Einsätze, vor allem bei Kurdendemos.

Viermal verließ die Einsatzhundertschaft NRW: Darunter fielen zwei Demos in Frankfurt und Karlsruhe. Daneben gab es zwei Einsätze beim G-20-Gipfel in Hamburg. Dort übernahmen die Beamten den Nachtdienst für den Objektschutz der Hamburger Messe – und beim zweiten Einsatz den Objektschutz am Kempinski-Hotel, in dem unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel residierte. In Zusammenarbeit mit anderen Spezialkräften sicherten die Bielefelder auch das Konzert für Staatsgäste in der Elbphilharmonie.

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