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Am Zeitplan für den Aufbau des ersten Haltestellen-Daches in der kommenden Woche soll festgehalten werden

Am Bielefelder Jahnplatz geht gerade nichts

Bielefeld

Die Jahnplatz-Baustelle hat sich in eine weiße Schneelandschaft verwandelt. Nur die Fahrbahnen für den Bus- und den Anlieferverkehr sind freigeräumt.

Michael Schläger

Eine Landschaft aus Schnee und Matsch: Auf dem Jahnplatz ruhen derzeit die Bauarbeiten. Aber schon in der kommenden Woche soll in Höhe des Café Europa mit der Montage der Haltestellendächer begonnen werden. Foto: Thomas F. Starke

„Aktuell ruhen die Arbeiten“, sagt Dirk Vahrson, stellvertretender Leiter des Amtes für Verkehr und verantwortlich für den Jahnplatz-Umbau. Der muss eigentlich in einer Rekordbauzeit bis Sommer 2022 abgeschlossen sein. Da zählt jeder Arbeitstag. Aber ein Zeitpuffer von ein bis zwei Wochen sei einkalkuliert.

„Und wir haben Glück gehabt“, sagt Vahrson. Noch bevor der große Schnee kam, hätten die Fundamente für die neue Haltestellendächer auf der Café-Europa-Seite des Platzes fertiggestellt werden können. Darin werden nun Ankerstangen mit kunststoffvergütetem Mörtel „eingeklebt“, so sagen die Fachleute.

Die Montageplatten müssen so gesetzt werden, dass Schrauben und Bolzen exakt zusammenpassen. In der kommenden Woche will die tschechische Fachfirma Stützen und Dachteile der neuen Haltestelle montieren. „Sie haben zugesagt zu kommen, trotz der Wetterverhältnisse“, sagt Vahrson.

Im Weg stehen derzeit noch die Baustellenzelte. Die waren aufgebaut worden, weil sie auch Pflasterarbeiten bei Außentemperaturen von null bis fünf Gard ermöglichen. “Bei minus zehn Grad geht das nicht mehr“, sagt Vahrson. Er hofft nun, dass die Zelte rechtzeitig abgebaut werden können.

Die künftigen Haltestellendächer sehen schirmartig aus und sollen begrünt werden. Sie haben eine Ausdehnung von etwa 40 Metern und besitzen eine lichte Höhe von 4,50 Metern, unter denen die Busse problemlos einfahren können. Dahinter befinden sich die Wartebereiche mit 3,50 Metern lichter Höhe. Aktuell aber gibt es auf dem Jahnplatz nur einen Winterdienst. Auch bei Eis und Schnee sollen Fußgänger und Autofahrer den Platz sicher passieren können. Wegen der Bauarbeiten ist die Wegeführung teils kompliziert.

Widrige Wetterverhältnisse musste die Bauleute auch schon im Januar in Kauf nehmen. Die Verlegearbeiten des hellgrau-beigefarbenen Natursteinpflasters schritten dennoch weiter voran. Insgesamt vier beheizte Zelte waren dafür aufgestellt worden, innerhalb der Zelte konnten die erforderlichen Einbau- und Trocknungsbedingungen für den Mörtel gewährleistet werden. Noch vor dem Verlegen wurden die Steine im Freien an einem Reinigungsgerät in Handarbeit gesäubert.

Für den Umbau des Jahnplatzes konnten EU- und Landesfördermittel aus dem Programm ,,Emissionsfreie Innenstadt” in Höhe von 18 Millionen Euro eingeworben werden. Die Zuschüsse bedingen aber auch eine enge Taktung bei den Bauabläufen. Wird der Zeitplan bis Mitte 2022 nicht eingehalten, müssen Zuschüsse zurückgezahlt werden.

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