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Stadt investiert fast 4,5 Millionen Euro in die Grundschule am Waldschlößchen

Arbeiten am Anbau gehen voran

Bielefeld (WB). Das Fundament steht, in den kommenden Tagen beginnen die Bauarbeiter damit, die Wände hochzuziehen. Die Arbeiten am Erweiterungsbau der Grundschule am Waldschlößchen gehen voran. Insgesamt investiert die Stadt fast 4,5 Millionen Euro in die Schule.

Hendrik Uffmann

Reinhold Peter, technischer Leiter des ISB, vor dem schon fertigen Fundament, auf dem der Erweiterungsbau errichtet wird. Foto: Uffmann

Denn gearbeitet wird dort an mehreren Stellen. Kernstück ist dabei das neue Gebäude , das der Schule mehr Raum verschafft. Dabei gehe es in erster Linie darum, die Grundschule fit zu machen für die größere Nachfrage im Bereich des Offenen Ganztags, erklärt Reinhold Peter, technischer Leiter des städtischen Immobilienservicebetriebs (ISB). »Jöllenbeck ist ein wachsender Stadtteil, der Bedarf ist groß.«

600 Quadratmeter Nutzfläche

Auf der Ostseite der Schule wird deshalb ein zweigeschossiger Anbau errichtet, der pro Etage 300 Quadratmeter Nutzfläche bietet. Im Erdgeschoss werden Mensa und Küche sowie Nebenräume für die OGS eingerichtet, außerdem ein Gruppentraum und Toiletten. Im Obergeschoss entstehen zwei zusätzliche Klassenräume sowie ein Gruppenraum und ein Büro. Diese zusätzlichen Räume sollen in erster Linie eine Differenzierung im Unterricht ermöglichen.

Zweiter Baubereich ist der Brandschutz in dem bestehenden Schulgebäude. »Dabei wird das Konzept ganz neu aufgelegt, so dass es dann auf dem neuesten Stand ist«, betont der ISB-Leiter. Dazu zählen unter anderem Fluchttüren, Rettungswege und selbstschließende Brandschutztüren.

Dritter Bauabschnitt ist die Sporthalle auf der Westseite der Schule. Diese wird so ertüchtigt, dass sie auch als Versammlungsstätte dienen kann. Dabei werden unter anderem neue Sonnenschutzlamellen installiert und die Fassade gestrichen.

Verzögerung durch nistende Tauben

Eine leichte Verzögerung an dieser Stelle hat es gegeben, weil ein Türkentauben-Paar sein Nest unter dem Dachüberstand der Halle gebaut und dort gebrütet hatte. »Da die Tiere unter Artenschutz stehen, haben wir das Umweltamt hinzugezogen, das das Nest untersucht und dort ein Ei und ein Jungtier festgestellt hat«, erklärt Reinhold Peter. Seit Montag hat das Tauben-Pärchen das Nest jedoch verlassen, so dass die Bauarbeiten weitergehen können.

125.000 Euro kosten die Arbeiten an der Turnhalle, die Baukosten für den Anbau und die Brandschutzmaßnahmen beziffert Peter auf insgesamt etwa 3,7 Millionen Euro. Damit ist das Projekt im Vergleich zur Ursprungsplanung teurer geworden – im vergangenen Oktober hatte der ISB mit etwa 2,9 Millionen Euro kalkuliert.

Eine Einschränkung im Schulbetrieb oder Unterrichtsausfälle gebe es durch die Arbeiten nicht, da diese im wesentlichen an und neben der Schule stattfinden. Reinhold Peter: »Und was im Inneren gemacht werden muss, findet jetzt in den Sommerferien statt.«

Im Frühjahr 2020 soll der Erweiterungsbau fertig sein, die Umbauten an der Sporthalle schon früher. Abgeschlossen ist das Projekt an der Grundschule damit jedoch noch nicht. Denn auch die Fassade des Ende der 90er Jahre errichteten Schulgebäudes werden dann energetisch aufgewertet. »Obwohl der Bau noch nicht so alt ist, ist die Dämmung nicht optimal. Bei den Energieeinsparvorschriften hat sich seit dem aber auch viel verändert«, erklärt der ISB-Leiter.

Bis Ende des kommenden Jahres sollen dann auch diese Arbeiten erledigt sein, die weitere 600.000 Euro kosten sollen.

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