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16.187 Bielefelder sind derzeit auf Jobsuche

„Arbeitsmarkt steht unter Druck“

Bielefeld (WB).

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Januar deutlich angestiegen. Nach Angaben der Arbeitsagentur befanden sich in Bielefeld 16.187 Menschen auf Jobsuche. Im Vergleich zum Vormonat entspricht das einem Anstieg um 957 Personen oder 6,3 Prozent. Im Vergleich zum Januar 2020 hat sich die Erwerbslosen-Zahl um 2259 Menschen (+16,2 Prozent) erhöht. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 8,9 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 7,8 Prozent (+1,1 Prozent).

Michael Delker 

Im Vergleich zum Januar 2020 ist die Arbeitslosenzahl in Bielefeld um 16,2 Prozent gestiegen. Foto: dpa

„Der Anstieg zeigt, dass der Arbeitsmarkt im wirtschaftlichen Zentrum Ostwestfalens stärker als andernorts unter Druck steht. Das liegt auch daran, dass viel weniger Menschen von außerhalb derzeit für Einkäufe und Dienstleistungen nach Bielefeld fahren“, erläutert Agentur-Chef Thomas Richter.

Vor großen Herausforderungen stehen seinen Angaben zufolge zu Beginn des neuen Jahres Gastronomiebetriebe, wesentliche Teile des Einzelhandels, das Handwerk, insbesondere die Friseurbetriebe, aber auch Studios etwa für Kosmetik oder Tattoos.

261 Firmen melden im Januar Kurzarbeit an

Schwarz sehen will Richter dennoch nicht. „Der Arbeitsmarkt in der Stadt Bielefeld ist für die gesamte Dauer der Corona-Krise in robuster Verfassung geblieben. Auch weil sich der Fachkräftemangel weiter verschärft und ein zunehmender Gesundheitsschutz in der Bevölkerung durch Impfen erreicht werden kann, halten die Unternehmen die Belegschaften überwiegend“, sagt der Agentur-Chef. Der Anstieg im Januar sei auch deutlich auf saisontypische Faktoren zurückführbar.

Nach den vorläufigen Daten der Arbeitsagentur haben im Januar 261 Bielefelder Unternehmen Kurzarbeit angemeldet. In den Anzeigen werden 2986 Beschäftigte genannt, die potenziell von Kurzarbeit betroffen sind. Dass die Betriebe im Lockdown auf Kurzarbeit zurückgreifen, wertet Agenturchef Thomas Richter als gutes Signal, „weil das zeigt, dass die Arbeitgeber ihr Personal halten wollen und auf eine Erholung in diesem Jahr hoffen.“

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