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Tagesbaustelle behindert Abfuhrtermin – Anwohner protestieren

Ärger um Gelbe Tonnen

Bielefeld (WB). Aufregung in Bielefeld-Oldentrup: Seit vergangenem Montag warteten Horst Beckmann und gut 30 andere Anlieger der Straße Speckenheide auf die Müllabfuhr. »Nichts da«, stellte Beckmann bitter enttäuscht fest.

Volker Zeiger

Karl Schwandt hat die Nase voll: Die Gelben Tonnen blieben stehen, weil eine Tagesbaustelle die Abfuhr behinderte. Foto: Thomas F. Starke

Auch Tage danach stand seine 120-Liter-Tonne mit recyclefähigem Abfall immer noch am Straßenrand. Der Grund: Wegen einer Tagesbaustelle kam die Müllabfuhr nicht und ließ die Tonnen stehen. Erst am Freitag reagierte der Umweltbetrieb – auf Intervention des WESTFALEN-BLATTES – und leerte die Behälter, die noch an der Straße standen.

Tag um Tag hatten Beckmann und sein Nachbar Karl Schwandt im Bezirksamt und beim Umweltbetrieb (UWB) angerufen und auf den Mülltonnen-Missstand an der Speckenheide hingewiesen. »An der ganzen Straße entlang war vergangenen Montag nichts abgefahren worden«, ärgern sich Beckmann und Schwandt. Sie seien vertröstet worden. Vom Umweltbetrieb habe es geheißen, die Gelben Tonnen würden geleert, aber erst acht Tage später. Zwischenzeitlich standen auch die Hausmülltonnen an der Straße. Der Abfall wurde regulär abgefahren,

Dass die Gelben Tonnen aber immer noch im Freien standen, damit waren die Anlieger nicht einverstanden. »Wir haben hier ein unheimliches Rattenpro­blem«, erklärt Beckmann, warum man auf Eile pochte. Dadurch, dass die teilweise überquellenden Mülltonnen nicht geleert würden, kämen abends und nachts noch mehr Ratten. »Es stinkt, und uns stinkt es auch«.

Der UWB lenkte schließlich am Freitag ein und ließ die Gelben Tonnen von einem Zweimanntrupp leeren. »Wenn irgendwo nicht geleert wurde und sich Eigentümer melden, fahren wir in dem betroffenen Bereich innerhalb einer Woche nach«, erklärte UWB-Sprecherin Simone Horstkötter. Reagiert werde normalerweise im Tourenplan auf Baustellen, die Abfuhrtermine entsprechend umgelegt und auch angekündigt. »Hier bestand eine private Baustelle, die uns nicht bekannt und auch nicht angemeldet war.« Gleichwohl wurde am Freitag nachgeleert. »Wir sehen nach, ob sich die Leerung in den aktuellen Plan einfügt, das hat heute geklappt«, ergänzte Simone Horstkötter. Schließlich sei der UWB »serviceorientiert«.

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