1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Bielefeld
  6. >
  7. Arminias „Sichere Burg“ erhält Unterstützung

  8. >

Regionale Institutionen und Stadt Bielefeld unterzeichnen Kooperationsvereinbarungen

Arminias „Sichere Burg“ erhält Unterstützung

Bielefeld

Die „Sichere Burg“, das Handlungskonzept des DSC Arminia Bielefeld zur Schaffung einer diskriminierungs- und gewaltsensiblen Vereinskultur seit Saisonbeginn 2021/22, bekommt in der Umsetzung fachkundige Unterstützung durch die Stadt Bielefeld und regionale Institutionen.

Die Schüco-Arena ist eine „Sichere Burg“ (von links): Laura Bureck (DSC Arminia), Alex Friebel (KickIn Beratungsstelle Inklusion), DSC-Präsident Rainer Schütte, Torsten Schätz (Fan-Projekt Bielefeld e.V.), Oberbürgermeister Pit Clausen, Matthias Zimoch (Servicestelle Antidiskriminierungsarbeit) und eine Vertreterin der mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus OWL. Foto: Thomas F. Starke

Die „Sichere Burg“ wurde in Zusammenarbeit mit dem Fan-Projekt Bielefeld und BBAG e.V. – KickIn! entwickelt und hat das Ziel, das Sicherheits- und Wohlbefinden aller Stadionbesucher langfristig zu erhöhen. Für den Fall, dass eine Person am Heimspieltag des DSC einen diskriminierenden, beleidigenden, gewaltvollen oder sexualisierten Übergriff erlebt, kann sie sich umgehend oder im Nachgang an die Anlaufstelle „Sichere Burg“ wenden.

Neben der Anlaufstelle wirkt das Konzept auch präventiv. Mithilfe diskriminierungskritischer Veranstaltungen soll die „Sichere Burg“ für diese Themen sensibilisieren und Gespräche anregen.

Oberbürgermeister Pit Clausen

„Als Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld bedanke ich mich für die Initiative von Arminia Bielefeld, sich in diesem sensiblen Bereich zu engagieren, klare Haltung zu zeigen und sich zu positionieren. Das ist wichtig – einmal für den Verein, aber auch für unsere Stadt und unsere Gesellschaft in dieser Zeit“, so Pit Clausen: „Ich persönlich erlebe es, dass der Ton an vielen Stellen rauer wird, der Respekt immer mehr verloren zu gehen scheint und das sind erste Vorboten, dass sich Menschen zu Handlungen hinreißen lassen, die nicht akzeptabel sind. Es braucht klare Kante und Haltung – der DSC zeigt genau das und beweist mir einmal mehr die Bereicherung dieses Vereins für unsere Stadt.“

Das sagt der DSC-Präsident

In der Schüco-Arena sind an Spieltagen Menschen unterschiedlichen Alters, ethnischer Herkunft und Nationalität, Geschlechts und geschlechtlicher Identität, körperlichen und kognitiven Fähigkeiten, Religion und Weltanschauung, sexueller Orientierung und sozialer Herkunft zu Gast. Arminia möchte all diesen Menschen ein schönes und sicheres Stadionerlebnis ermöglichen.

Daher ist es erfreulich, dass Arminia fortan bei der Umsetzung des Handlungskonzeptes auf die Expertise der Stadt Bielefeld, BackUp (Beratung für Opfer rechtsextremer, rassistischer und antisemitischer Gewalt), MBR OWL (Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus OWL) und ADA (Servicestelle Antidiskriminierungsarbeit in Caritasverband Paderborn) zurückzugreifen kann.

Startseite
ANZEIGE