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Krankenhäuser befürchten Kollaps – weniger Patienten

Aufschrei der OWL-Kliniken

Bielefeld (WB)

Kliniken aus OWL fordern in einem gemeinsamen Appell wegen der Corona-Pandemie weitere Ausgleichszahlungen über den Monat Februar hinaus.

Andreas Kolesch

Das St.-Elisabeth-Hospital in Gütersloh. Foto: Wolfgang Wotke

„Die wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung kann ohne finanzielle Unterstützung durch den Bund in der Pandemie nicht ordnungsgemäß aufrecht gehalten werden“, heißt es in dem Aufruf, dem sich das Sankt-Elisabeth-Hospital Gütersloh, das Klinikum Gütersloh, das Sankt-Vinzenz-Hospital Rheda-Wiedenbrück, das Franziskus-Hospital Bielefeld, das Klinikum Bielefeld, das Mathilden-Hospital Herford, das Klinikum Halle und das Marienhospital in Oelde angeschlossen haben.

Das Mathilden-Hospital in Herford (Archivbild). Foto: Peter Schelberg

Ohne weitere Zahlungen drohe vielen Krankenhäusern der wirtschaftliche Kollaps. Bislang erhalten Kliniken unter bestimmten Voraussetzungen 560 Euro pro Tag für jedes Bett, das sie wegen der Corona-Auflagen frei halten.

Die Kliniken hätten im vergangenen Jahr Isolierstationen erweitert und Intensivstationen ausgerüstet, zugleich hätten wegen der Corona-Krise die Kapazitäten in anderen Bereichen verringert werden müssen, heißt es in der Erklärung weiter.

Das Franziskus-Hospital in Bielefeld (Archivbild). Foto: Thomas F. Starke

Nach einem „Spiegel“-Bericht haben die deutschen Kliniken zwischen Januar und September 2020 im Vergleich mit den beiden Vorjahren 15,5 Prozent weniger Patienten behandelt. Das entspreche einer Größenordnung von 2,1 Millionen Menschen.

Bei den heimischen Kliniken habe der Rückgang in Einzelfällen sogar 40 Prozent betragen, heißt es in der Erklärung der heimischen Krankenhäuser weiter.

Der Arbeitsaufwand sei aber gestiegen. Die Behandlung von Covid-19-Patienten erfordere deutlich mehr Personal, teilweise müsse zur Infektionsprävention der vierfache Personalaufwand betrieben werden.

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