1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Bielefeld
  6. >
  7. Blutiger Streit auf dem Bielefelder Kesselbrink: Ein Augenzeuge berichtet

  8. >

Messerattacke während des Konzerts

Augenzeuge beschreibt den blutigen Streit auf dem Bielefelder Kesselbrink

Bielefeld

Während des Konzerts der Band »Alarmsignal« kam es am Samstagabend, 30. April, auf dem Bielefelder Kesselbrink zu einem blutigen Streit. Jetzt meldet sich ein Augenzeuge und Ersthelfer und berichtet von dem Abend.

Von Christian Müller

Symbolbild. Foto: Christian Müller

Es sollte ein schöner Abend während der Bielefelder Nachtansichten werden. Die Punk-Rock-Gruppe »Alarmsignal« gibt unter freiem Himmel auf dem Kesselbrink ein Konzert zum Motto »Nazifrei in den Mai«. Die Stimmung ist ausgelassen, bis sie plötzlich kippt.

Zwei Männer (20/21) geraten in der Menge in einen Streit. Eine Täter-Opfer-Beziehung ist vorausgegangen, sagt später die Polizei. Die beiden alkoholisierten Männer prügeln aufeinander ein. Vorausgegangen sei möglicherweise eine Beleidigung gegenüber einer Freundin der Streitenden, sagt der Augenzeuge, der namentlich nicht genannt werden möchte.

„Der Freund (20) der Freundin ging mit Schlägen gegen das später Opfer (21) vor, nur weil er (das Opfer des Messerstichs) die Freundin des Freundes (der mutmaßliche Tatverdächtige) als Fascho beleidigte. Als der 21-Jährige am Boden lag, zückte der Aggressor ein Messer und verletzte ihn am Rücken. Ich habe sofort die Wunden versorgt. Ein Rettungssanitäter, der das Konzert ebenfalls besuchte, hat mir geholfen."

Rettungskräfte übernahmen die medizinische Versorgung und brachten den 21-Jährigen, der nicht lebensgefährlich verletzt wurde, ins Krankenhaus. Die Polizei begann vor Ort ihre Ermittlungen, die Band stoppte kurz die Musik, so der Zeuge. „Eine Schlägerei mit rund 20 Personen habe ich nicht gesehen."

Dieser Ermittlungsstand deckt sich auch mit den Aussagen der Polizei. Der 20-jährige Tatverdächtige war zwischenzeitlich flüchtig, die Ermittlungen dauern an.

Startseite
ANZEIGE