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Bundespolizei nimmt „freischaffenden Künstler“ im Bielefelder Hauptbahnhof fest

Ausgangssperre wird Graffiti-Sprayer zum Verhängnis

Bielefeld (WB)

Der Verstoß gegen die Ausgangssperre ist einem Graffiti-Sprayer zum Verhängnis geworden. In der Nacht zu Sonntag nahm die Bundespolizei den 34-jährigen Mann, der sich selbst als „freischaffender Künstler bezeichnet, am Bielefelder Hauptbahnhof fest. Nun wird wegen einer beträchtlichen Anzahl an Sachbeschädigungen gegen ihn ermittelt.

Die Beamten entdeckten mehrere Graffiti an einem Zug, die farblich zu den Lackdosen des Mindeners passten (Symbolfoto). Foto: Alexandra Stolze

Bundespolizisten sprachen den 34-jährigen Mindener nachts um ein Uhr an, um den Grund seines nächtlichen Aufenthalts im Hauptbahnhof entgegen der Ausgangssperre zu erfahren. Er bezeichnete sich als freischaffender Künstler, habe einem Freund bei Renovierungsarbeiten geholfen und sich verspätet auf den Heimweg gemacht.

Auch darum rieche er nach Sprühlack, der sich auch auf seiner Kleidung wiederfand. In einer Tasche fanden die Bundespolizisten mehrere Sprühlackdosen. Mit einer Anzeige wegen des Verstoßes gegen die Ausgangssperre wurde er zunächst entlassen.

Unmittelbar danach entdeckten die Beamten mehrere Graffiti an einem Zug, die farblich zu den Lackdosen des Mindeners passten. Noch auf dem Bahnsteig wurde er festgenommen. Die Lackdosen, sein Handy und weitere Beweismittel wurden beschlagnahmt, bevor er wieder entlassen wurde.

Weitere Ermittlungen gegen den einschlägig polizeibekannten 34-Jährigen legen den Verdacht nahe, dass der für eine erhebliche Zahl weiterer Graffiti-Straftaten im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei in Bielefeld infrage kommen könnte, die bisher gegen „Unbekannt“ geführt wurden. Sollten ihm diese Taten nachgewiesen werden, wird er sich – zusätzlich zu den Strafverfahren – mit erheblichen Schadenersatzforderungen konfrontiert sehen.