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Hofkapelle München und Star-Tenor Julian Prégardien gastieren in der Oetkerhalle

Auszüge aus Mozart-Opern

Bielefeld (WB/uj). Mit der Hofkapelle München gastiert eines der renommiertesten Ensembles für historische Aufführungspraxis am Montag, 10. Februar, in der Oetkerhalle.

Die Hofkapelle München kommt am 10. Februar zu einem Gastspiel in die Oetkerhalle. Foto: Jakob Erpf

Das Konzert um 20 Uhr wird zusammen mit dem bekannten Tenor Julian Prégardien gestaltet. Er war zuletzt im ZDF-Adventskonzert der Dresdner Staatskapelle zu erleben. Auf dem Programm stehen Auszüge aus Wolfgang Amadeus Mozarts Opern „La Finta Giardiniera“, „Entführung aus dem Serail“ und „Idomeneo“ sowie Christian Cannabichs „Elektra“ auf die Bühne. Die Leitung des Abends liegt beim renommierten Barockgeiger Rüdiger Lotter.

Trotz aller Begeisterung des adligen Publikums konnte Mozart weder mit „La Finta Giardiniera“ noch mit „Idomeneo“ in München Fuß fassen. Eine Anstellung bei Hofe blieb ihm verwehrt. Auch sein Freund Christian Cannabich, Musikdirektor der berühmten Mannheimer Hofkapelle zunächst in Mannheim, 1778 dann in München, konnte nichts für ihn tun. Die Freundschaft zwischen Mozart und Cannabich ist aus Briefen Mozarts verbürgt. Er widmete Cannabichs Tochter, welche er in Mannheim am Klavier unterrichtete, die Sonate KV 309 und vermerkte in einem Schreiben an seinen Vater: „Ich kann nicht beschreiben, welch ein guter Freund Cannabich für mich ist“. Dass eine Anstellung Mozarts bei Hofe auf taube Ohren stieß, ist bis heute für München eine Art Schandfleck der Musikgeschichte.

Werke der europäischen Musikgeschichte interpretiert

Taube Ohren ganz anderer Art sind das Thema eines Kompositionsauftrags, das die Kölner Philharmonie im Beethovenjahr 2020 vergeben hat. Lisa Streich schreibt für die Hofkapelle München ein Orchesterwerk für historisches Instrumentarium, das sich reflektiv auf die Konversationshefte Beethovens aus dessen späteren (tauben) Lebensjahren bezieht, in denen von sehr alltäglichen Dingen bis zu philosophischen Fragen unterschiedlichste Themen zur Sprache kommen.

Die 1992 gegründete Hofkapelle München interpretiert Werke der europäischen Musikgeschichte unverwechselbar und leichtfüßig. Sie gilt als eines der wichtigsten Ensembles für historische Aufführungspraxis und hat sich unter der Leitung des Geigers und Dirigenten Rüdiger Lotter einen hervorragenden Ruf erarbeitet.

Der Tenor Julian Prégardien konzertiert regelmäßig mit führenden europäischen Orchestern und begeistert in Liederabenden mit Pianisten wie Lars Vogt oder Martin Helmchen.

Karten sind unter anderem an der Theater- und Konzertkasse in der Altstädter Kirchstraße 14, Telefon 0521/515454, erhältlich.

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