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Erste Vorarbeiten an der Stadtgrenze in Ubbedissen

B66-Verlängerung geht los

Bielefeld (WB). Die Blüten des Rapsfeldes am Hang verleihen der Landschaft schon einen Hauch Gelb. Das hellgraue Schotterband kündet von einer neuen Verwendung des Ackerlandes in der Nähe des Scherenkruges. Unmittelbar an der Ortsgrenze von Ubbedissen haben die ersten Vorarbeiten für die Verlängerung der B66 nach Lippe begonnen.

Michael Diekmann

Vorbereitet: Blickrichtung Ubbedissen auf der Baustraße oberhalb der B66, neben der die Leitungen verlegt werden. Foto: Michael Diekmann

Innerhalb einer Woche haben sich die Baumaschinen ihre Schneise durch das Rapsfeld von der alten Detmolder Straße bis hinauf zum Hang des Teutoburger Waldes gefressen. Was hier in den kommenden Wochen und Monaten passiert, verraten die gewaltigen schwarzen Rohre, die bislang noch in Einzelteilen entlang der Baustraße aus Schotter liegen. Die Vorarbeiten, weiß Sven Johanning bei Straßen NRW, sind hier sehr umfangreich. Deshalb wird mit der tatsächlichen Straßenbaumaßnahme erst im kommenden Jahr begonnen.

Insgesamt sind für die Verlegearbeiten der Versorgungsleitungen gut 4,5 Millionen Euro veranschlagt worden. Im Vorfeld des Rohrleitungsbaus war bereits 2017 auch der historische Scherenkrug an der Kreuzung abgerissen worden. Weil die künftige vierspurige Trasse oberhalb der alten Straße auf die künftigen zwei Kreisverkehre mit der Tunnelstraße zulaufen, müssen auch die Versorgungsleitungen von der alten Trasse mit der idyllischen Allee verlegt werden. Ändern muss sich auch der Anschluss des Wasserspeichers oberhalb der Kreuzung.

Erster Spatenstich war bereits im August 2017

Nachdem der erste Spatenstich für die Verlängerung mit großem Bahnhof aus Düsseldorf und Berlin bereits im August 2017 erfolgt war, geht es jetzt mit den Vorarbeiten schnell voran. Von der Baustraße aus in Richtung Bielefeld kann man den künftigen Trassenverlauf im Gelände schon erahnen. Im Hintergrund ist der Turm der Ubbedisser Kirche zu sehen.

Unter den dicht belaubten Kronen der alten Detmolder Straße sieht man den ohne Pause vorbei rauschenden Verkehr auf der Bundesstraße. Neben der Trasse werden jetzt die mehr als zehn Meter langen und 80 Zentimeter starken Wasserrohre mit einander verschweißt. Damit sie auf einer Höhe liegen in dem welligen Gelände, haben die Experten sie mit Lagerböcken aus Holz stabilisiert. Ebenfalls verlegt werden soll eine Gasleitung.

Brücken werden gebaut

Dazu hat auch die Telekom Leitungsarbeiten vorgesehen, bevor dann 2019 die Tiefbauarbeiten zwischen Gewerbegebiet Asemissen und der Zufahrt zum Gut Niederbarkhausen auf 2,1 Kilometern Länge beginnen. Mit dem Straßenbau verbunden ist die Errichtung der verschiedenen Brückenbauwerke. Wie mehrfach berichtet, muss bereits an der heutigen Kreuzung der B66 mit der Detmolder Straße nach Ubbedissen künftig ein Brückenbauwerk den Querverkehr über die neue vierspurige Trasse leiten.

Eine weitere Brücke wird es für die Erreichbarkeit der Felder beiderseits der Straße kurz vor dem Roller-Markt geben. Besonders aufwändig werden dürften die Arbeiten an den zwei nördlich und südlich angelegten Kreisverkehren werden, die dann den kreuzungsfreien Verkehr auf der viel frequentierten Tunnelstraße und der B66 miteinander verknüpfen sollen.

Die Bewohner der Rollkrugsiedlung, die im vergangenen Sommer mit großem Interesse den ersten Spatenstich verfolgt hatten, haben jetzt die erste Baustelle greifbar vor der Tür. In Sichtweite, wo auch der historische Grenzstein seinen neuen Platz gefunden hatte .

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