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Unterführung Schildescher Straße passierbar – aber Verzögerungen an der Schillerstraße

Bahnbrücken: Eine Durchfahrt ist ab 20. Dezember frei

Bielefeld (WB). Fast geschafft: Am Freitag, 20. Dezember, soll die Unterführung Schildescher Straße wieder für den Autoverkehr frei gegeben werden – nach mehr als eineinhalb Jahren Sperrung.

Burgit Hörttrich

Am 20. Dezember wird die Durchfahrt an der Schildescher Straße wieder für den Autoverkehr frei gegeben. Foto: Bernhard Pierel

Eigentlich war bereits Montag, 16. Dezember, angepeilt worden. Aber Dirk Vahrson, stellvertretender Leiter des städtischen Amtes für Verkehr, ist froh, dass es überhaupt noch vor Weihnachten gelingt, die Parallelstraßen wie etwa die Beckhausstraße zu entlasten. Denn es wird wieder möglich, von der Schildescher Straße aus direkt die Herforder Straße zu erreichen.

Einen Wermutstropfen gebe es allerdings: Die Unterführung Schillerstraße, die eigentlich ebenfalls noch vor Weihnachten wieder passierbar sein sollte, werde nach Mitteilung der Deutschen Bahn AG frühestens im Februar/März 2020 fertig. Grund für die Verzögerung: Bei den Wiederherstellungsarbeiten der Fahrbahn sei ein Kanal angerissen worden, der jetzt ersetzt werden müsse.

Unter der Bahnbrücke muss die Fahrbahn abgesenkt werden

Die Unterführung Von-der-Recke-Straße, das ist bereits seit August bekannt, werde wohl nicht vor März/April passierbar sein, sagt Vahrson. Unter der Bahnbrücke muss die Fahrbahn auf einer Strecke von etwa 100 Meter um 30 Zentimeter abgesenkt werden, um eine Durchfahrhöhe von 3,70 Meter zu erreichen. Würde man das nicht machen, könnten Lastwagen die Route nicht nutzen. Weil die Fahrbahn tiefer gelegt werde, würde gleichzeitig auch der Regenwasserkanal erneuert.

Die Brücke über der Von-der-Recke-Straße, Baujahr 1911, habe vor ihrem Abriss ein halbrundes Gewölbe gehabt. Die Bahn ließ als Ersatz eine Brücke im Kastenprofil errichten. Deshalb sei es unumgänglich, die Fahrbahn entsprechend abzusenken.

Eigentliche Brückenbauarbeiten wurden am 14. Oktober abgeschlossen

Auftraggeber ist die Deutsche Bahn AG, die somit auch für die Kosten aufkomme. Das gelte auch für die Wiederherstellung der Fahrbahnen und Gehwege unter den Brücken Schildescher Straße und Schillerstraße.

Die Unterführung Schildescher Straße, errichtet 1847, hat eine lichte Höhe von 4,70 Meter. Die über der Schilerstraße, erbaut 1916, ist 6,70 Meter hoch. Beide Überführungen hatten vor ihrem Abriss Gewölbe und wurden ebenfalls durch Brücken in Kastenbauweise ersetzt.

Die eigentlichen Brückenbauarbeiten wurden, wie geplant, am 14. Oktober abgeschlossen. Dirk Vahrson hofft jetzt auf Entlastung: „Dass die Öffnung noch in diesem Jahr möglich ist, kann Verkehrsteilnehmer nur freuen.“

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