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Mobiel-Beschäftigte sind im Warnstreik – auch Kita-Mitarbeiter der Stadt Bielefeld legen Arbeit nieder

Bahnen und Busse bleiben im Depot

Bielefeld (WB). Fahrgäste von Mobiel müssen seit Dienstagmorgen aufs Auto oder aufs Fahrrad umsteigen oder Strecken zu Fuß bewältigen: Im Zuge der Tarifauseinandersetzung hat die Gewerkschaft Verdi rund 800 Beschäftigte des Verkehrsbetriebs zum Warnstreik aufgerufen. Stadtbahnen und die meisten Busse bleiben den ganzen Tag über im Depot.

Peter Bollig

Streikposten treten im Depot von Mobiel in Sieker seit Dienstagmorgen für höhere Löhne ein. Foto: Peter Bollig

Dass auf den Straßen größere Probleme im Berufsverkehr trotzdem ausblieben, lag vor allem daran, dass in NRW noch die Herbstferien laufen. Zudem war der Streik angekündigt, „die Menschen haben sich darauf vorbereitet“, nimmt Christian Behrens, Vertrauensmann im Betriebsrat von Mobiel, an. Seit den Morgenstunden versammeln sich Beschäftigte der Stadtwerke-Tochter am Bus- und Bahndepot in Sieker, stehen kleinere Streikposten vor den mit Streik-Plakaten beklebten Bussen. Mit Blick auf die Corona-Lage würden größere Versammlungen vermieden, wie Behrens sagte.

Stadtbahnen und Mobiel-Busse fahren am Dienstag nicht, Fahrten der beauftragten Subunternehmen und Kooperationspartnern sind aber nicht vom Streik betroffen. Der Verbund OWL-Verkehr hat eine Liste der Fahrten zusammengestellt.

Etliche Eltern haben sich am Dienstag gar nicht erst ins morgendliche Verkehrsgetümmel gestürzt, weil mehrere Kindergärten komplett geschlossen blieben. Denn neben den Bus- und Bahnfahrern waren auch Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes zum Warnstreik aufgerufen. Insbesondere Erzieherinnen und Erzieher versammelten sich am Morgen im Bürgerpark neben der Oetkerhalle zur Kundgebung, ebenso Beschäftigte des Sozialamtes und des Jugendamtes, darunter Mitarbeiter aus Heimen und Sozialhelfer. Rund 160 Teilnehmer stellten sich rund um den Teich auf, als Gewerkschaftssekretärin Petra Meyer von Verdi über den Stand der Tarifverhandlungen informierte.

Verdi fordert 4,8 Prozent mehr Lohn, mindestens 150 Euro mehr pro Monat. Die Arbeitgeber haben zuletzt 3,8 Prozent, verteilt über drei Jahre, angeboten.

Auch Sparkassen-Mitarbeiter haben am Dienstag teilweise die Arbeit niedergelegt, so dass mehrere Filialen geschlossen blieben. Ihnen drohen die Kürzungen von Sonderzahlungen.

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