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Arbeiten am Haltepunkt Sennestadt beginnen im April

Bahnhof-Umbau vor dem Start

Bielefeld (WB). Eine mit Schotter gefüllte Senke erinnert nur noch an den Standort des alten Bahnhofsgebäudes, das im Dezember niedergerissen wurde. Damit ist Platz geschaffen worden für die Neugestaltung des Krackser Bahnhofs, für die nun auch die Finanzierung gesichert ist: Der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) hat jetzt den Zuwendungsbescheid übergeben.

Peter Bollig

Den Zuwendungsbescheid für die Umgestaltung des Sennestädter Bahnhofsgeländes hat (von rechts) Reinhard Thiel (Leiter des Amtes für Verkehr) von Frank Scheffer (stellvertretender Verbandsvorsteher NWL) entgegen genommen. Mit dabei waren Ludger Siemer (NWL), Frank Homann (Amt für Verkehr) und Bezirksbürgermeister Lars Nockemann. Foto: Peter Bollig

Aus Sicht der Planer aus dem städtischen Amt für Verkehr steht der Umsetzung fast nichts mehr im Wege. Wie Amtsleiter Reinhard Thiel sagte, konnten die erforderlichen Arbeiten bereits ausgeschrieben werden. Der Stadtentwicklungsausschuss werde in Kürze über den Zuschlag entscheiden. Anfang April sollen die Arbeiten starten, am 1. Juli bereits abgeschlossen sein.

Neuer Verkehrsknoten entsteht

Ein »ambitionierter Zeitrahmen«, meinte Frank Scheffer, stellvertretender Verbandsvorsteher des NWL, als er Thiel den Zuwendungsbescheid überreichte. Zugleich betonte er das große Interesse des Zweckverbandes an einer Neugestaltung des Haltepunktes, die den Öffentlichen Personennahverkehr an dieser Stelle attraktiver mache, nicht zuletzt aufgrund der Barrierefreiheit, die zwischen den verschiedenen Verkehrsmitteln an diesem Knotenpunkt erreicht werde.

Mit der gut eine Million Euro teuren Baumaßnahme schafft die Stadt am Verknüpfungspunkt von Dunlop- und Krackser Straße vor dem Bahnhof Sennestadt einen Verkehrsknoten, der die Züge der Sennebahn mit dem Auto-, Fahrrad-, Fußgänger- und Busverkehr verbindet. So sollen am Haltepunkt 38 Park-and-Ride-Stellplätze für Autos entstehen, dazu 30 überdachte Fahrradbügel für Radler, die gelegentlich in den Zug wechseln sowie ein abschließbares Fahrradparkhaus für regelmäßige Nutzer.

Kurzzeitparkplätze (»Kiss-and-Ride«) erlauben es, Zugfahrgäste schnell aus dem Auto abzusetzen oder ins Auto aufzunehmen. Die als Einbahnstraße konzipierte Zufahrt zu den Parkplätzen ist zugleich Zuwegung zu drei Bushaltestellen; der Weg vom Bus zum Bahnsteig wird künftig kürzer und barrierefrei.

Kreisverkehr auf der Krackser Straße

Für einen günstigeren Verkehrsfluss wird die Einmündung der Dunlop- in die Krackser Straße zum Kreisverkehr umgebaut, in den auch die Bahnhofszufahrt mündet. Falls der bestehende Kiosk eines Tages abgerissen wird, bietet der Bahnhofsvorplatz Raum für einen neuen.

Die Verkehrsinsel in der Mitte des Kreisverkehrs könnte Standort für ein Kunstwerk aus Stahl werden, wie Bezirksbürgermeister Lars Nockemann verriet. Die benachbarte Stahlgießerei Tweer habe signalisiert, die Gestaltung zu sponsern. Wie solch ein Kunstwerk aussehen soll und wer es anfertigt, sei noch offen.

Mit 650.000 Euro fördert der NWL das Vorhaben am Krackser Bahnhof. Das sind 90 Prozent der förderfähigen Kosten. Der Bahnsteig selbst ist im Zuge der Modernisierung der Sennebahnstrecke bereits erneuert worden.

Der NWL organisiert den Schienenpersonennahverkehr in Westfalen-Lippe. Zu den Mitgliedern gehören fünf regionale Zweckverbände, die von Kreisen und kreisfreien Städten getragen werden.

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