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Jetzt 78 Plätze im Projekt des Studierendenwerks an der Wertherstraße geplant

Bau des Wohnheims soll bald starten

Bielefeld (WB). Fast zwei Jahre ist es her, dass die Politik den Bau des neuen Studentenwohnheims abgesegnet hat, das das Studierendenwerk Bielefeld an der Wertherstraße 160/162 bauen will. Nun steht der Baubeginn kurz bevor, sagt Helga Fels. „Der Bauantrag ist gestellt, wir warten täglich auf die Genehmigung“, erklärt die stellvertretende Geschäftsführerin und Abteilungsleiterin für den Bereich Wohnen im Studierendenwerk.

Hendrik Uffmann

Etwa so soll das neue Studentenwohnheim aussehen. Wie die Fassaden gestaltet werden, ist noch nicht abschließend entschieden. Foto: Studierendenwerk Bielefeld

Sobald die Baugenehmigung erteilt sei, sollen die Arbeiten starten. Helga Fels: „Wir wollen das Projekt mit aller Kraft voran treiben.“

78 Plätze in Wohnanlage

Im Vergleich zu den bisherigen Plänen ist die Zahl der Plätze, die es in dem Studentenwohnheim geben wird, erneut gestiegen. Vorgesehen waren ursprünglich 62 Plätze, Anfang dieses Jahres war das Studierendenwerk dann von 74 Studierenden ausgegangen, die in dem neuen Gebäude wohnen können. Nun sollen es 78 sein – 72 davon in Einzelapartments, außerdem soll es drei Zweier-Wohngemeinschaften geben.

„Wir haben an den Plänen noch einmal grundlegend gearbeitet, um den Inneraum zu optimieren und die Zahl der Plätze zu erhöhen. Denn mit dem bisherigen Platzangebot wäre das Gebäude nicht wirtschaftlich gewesen“, erklärt die Abteilungsleiterin.

Neuplanung im Inneren

Geändert wurde dafür das Innere des Gebäudes. Dort habe es in den ursprünglichen Plänen großzügige Flure gegeben, unter anderem auch mit der Idee, dass die Studenten ihre Fahrräder mit ins Haus nehmen können. Helga Fels: „Das war aber auch aus Brandschutzgründen nicht möglich.“ Die äußeren Abmessungen der Wohnanlage haben sich nach ihren Worten durch den Zuwachs an Plätzen nicht geändert.

Obwohl nun abermals mehr Wohnheimplätze geplant sind, seien aber immer noch ausreichend Parkplätze an der Anlage vorhanden, so Helga Fels. „Die Zahl der Stellplätze ist mit der Stadt abgestimmt.“ Nach Bekanntwerden des Bauvorhabens hatte es Bedenken der Anwohner gegeben. Diese befürchteten unter anderem, dass sich der Parkdruck durch das neue Wohnheim deutlich erhöht.

Gebäude in Holzbauweise

Fest steht inzwischen, dass das Studierendenwerk bei dem Projekt bei der Bauart neue Wege geht. Denn errichtet wird das Wohnheim mit Blick auf Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit in Holzbauweise. Wie die Fassade gestaltet wird, steht bislang noch nicht fest. Helga Fels: „Da gibt es verschiedene Möglichkeiten, für den Bauablauf ist eine Entscheidung darüber jetzt noch nicht notwendig.“

Für die Bauzeit rechnet das Studierendenwerk mit zwölf bis 15 Monaten, abhängig auch vom bevorstehenden Winter. Die Baukosten sollen sieben bis acht Millionen Euro betragen.

Wie berichtet, wird das neue Studentenwohnheim westlich des Hauses Wertherstraße 144 errichtet auf einer Fläche, die bislang als Parkplatz genutzt wird. Das Wohnheim wird aus zwei Bauteilen bestehen, die auf Ständern ruhen, um den Höhenunterschied zwischen dem Parkplatz und der Wertherstraße auszugleichen. Auf diese Weise kann auch der größte Teil der jetzigen Stellplätze auf dem Parkplatz erhalten bleibt.

Zugang über Brücken

Der Zugang von der höher gelegenen Wertherstraße aus soll über Brücken erfolgen. Beide Gebäudeteile werden viergeschossig, wobei die Parkfläche unter dem Gebäude als Etage mitzählt. Eine weitere Besonderheit des Wohnheims: Die Flachdächer der beiden Gebäudeteile sollen begrünt werden.

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