1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Bielefeld
  6. >
  7. Beim Hermannslauf siegt wieder Elias Sansar

  8. >

Zwei Warburger auf den Plätzen zwei und drei - Wettbewerb der Frauen gewinnt Stephanie Strate

Beim Hermannslauf siegt wieder Elias Sansar

Bielefeld/Detmold/Warburg

Eigentlich war die Frage, über die am meisten vor der 49. Auflage des Hermannslauf diskutiert wurde, nur: Schafft Elias Sansar den 13. Triumph oder klappt es diesmal nicht mit der Titelverteidigung? Die Antwort, die der 41-Jährige im Ziel an der Sparrenburg nach 31,1 Kilometern gab, war deutlich: Er schafft es. Bei den Frauen sicherte sich Stephanie Strate Platz eins. 

Von Oliver Kreth

Ganz vorn: Stephanie Strate und Elias Sansar. Foto: Thomas F. Starke

Der Läufer vom TuS Eintracht Bielefeld rannte die Strecke in 1:52:45 Stunden – deutlich über seinem persönlichen Rekord (1:44:54), den er bei seinem zwölften Erfolg aufgestellt hatte, aber mit  großem Vorsprung auf die Konkurrenz.

Richtig zufrieden sah der „Herminator“, der dem OWL-Laufklassiker den Vorzug vor dem auch von ihm geliebten Marathon „Rund um den Baldeneysee“ gegeben hatte, nach dem Zieleinlauf nicht aus. Doch nach einigen Minuten genoss er doch seinen Erfolg unter erschwerten Bedingungen. „Durch Corona war es auf jeden Fall etwas ganz anderes. Wir waren alle nicht in Topform. Aber trotzdem bin ich sehr stolz und zufrieden. Ob es einen 14. Sieg im nächsten Jahr gibt, bleibt abzuwarten. Aber ich gebe alles.“

Geradezu euphorisch feierten zwei Triathleten ihre vorderen Platzierungen. Die Warburger Garvin Krug (er startet für den ESV Eintracht Hameln) und Tim Rose (Warburger SV) landeten auf den Rängen zwei (1:56:48) und drei (1:58:11). Für Krug war es der erste Hermann, Rose war bereits 2016 am Start. „Unfassbar“, beschrieben die Freunde ihre Glücksgefühle im Ziel. Bis Kilometer 13 hatten sie  Sansar noch im Blick, der sich dann absetzte. Aber die beiden merkten auch: „Heute geht viel mehr.“
Für Rose gab es viele „Gänsehautmomente mit Zuschauern auf der Strecke“. Für ihn war die Verlegung des Hermannslaufes ein Vorteil. Im April stand für ihn ein Triathlon-Trainingslager an.

Mit einem  breiten Grinsen lief Stephanie Strate in Ziel. Nach drei zweiten und zwei dritten Plätzen war der Sieg ein besonderer Genuss für die 29-Jährige vom SV Brackwede. Und sie verbesserte ihre Zeit drastisch – auf 2:00:10 Stunden. Damit distanzierte sie die Zweite Katharina Kloppe  (2:10:52) und die Dritte Ilka Wien­stroth (2:12:00) deutlich.
Getragen wurde Strate von „der bombastischen Stimmung an den Hotspots“ und  den üppig absolvierten Trainingskilometern (bis zu 120 pro Woche). „Es ist wirklich ein ganz anderes Gefühl, wenn man an der Strecke den eigenen Namen von den Zuschauern hört.“ Halbe Starterzahl, doppelte Freude – so war dieser Hermann.

Die besten zehn Läufer auf einen Blick:

Männer:

1. Elias Sansar (TuS Eintracht Bielefeld) 1:52:45 Std.
2.Garvin Krug (ESV Eintracht Hameln) 1:56:48
3. Tim Rose (Warburger SV) 1:58:11
4. SimonErnst (LG Bremen Nord)  1:58:30
5.Markus Scheller (LG Ems Warendorf) 1:59:23
6. Jan Kerkmann (TSVE 1890 Bielefeld) 1:59:26
7. Matthias Berkemeier (LF Lüchtringen) 2:00:14
8. Jonas Barwinski (Fit2Run-Beckum) 2:01:23
9. Thomas Johannhörster (ASG Teuto. Wald) 2:01:29
10. Marco Rehmeier LG Lage-D-BS) 2:01:34

Frauen:

1. Stephanie Strate (SV Brackwede) 2:00:10
2. Katharina Kloppe (Verein: keine Angabe) 2:10:52
3.Ilka Wienstroth (TSVE 1890 Bielefeld) 2:12:00
4. Annika Herrmann (TSVE 1890 Bielefeld) 2:12:11
5. Marlena Götza (SV Brackwede) 2:14:15
6. Anika Fels (Lauf Team Fels) 2:19:12
7. Ann-Christin Opitz (SC Melle 03) 2:20:48
8. LisaLersch (SV Hullern) 2:23:20
9. Larissa Bergtold (TSVE 1890 Bielefeld) 2:23:20
10.  Katja Tegler (Running Crew Münster) 2:23:39

Alle Ergebnisse gibt's hier.

129 Retter auf 32 Kilometern

Der Sanitätswachdienst Hermannslauf (ASB, DRK und JUH) hat bei optimalem Laufwetter durchschnittliche Hilfeleistungszahlen ohne besondere Vorkommnisse  verzeichnet. Die wichtigsten Zahlen:

  1. 60 Hilfeleistungen, davon 50 an der Laufstrecke und zehn am Behandlungsplatz an der Sparrenburg
  2. 8 Transporte mit Rettungs- oder Krankenwagen, davon vier ins Krankenhaus (Verletzungen) und vier an den Behenadlungsplatz
  3. Insgesamt waren 129 Helfer (u.a. Einsatzleiter, Notärzte, 18 Notfallsanitäter, 42 Rettungssanitäter, 58 Sanitäter), 33 Fahrzeuge und eine Fahrradstaffel  im Einsatz

Startseite