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Randalierer (31) reagiert nicht auf Warnungen – Ermittlungen eingestellt

Beinschuss bleibt für Polizisten ohne Folgen

Bielefeld (WB/mdel). Bei einem Einsatz in einem Mehrfamilienhaus in Sennestadt hat ein Polizist einem Bewohner am frühen Samstagmorgen, 11. Januar, ins Bein geschossen. „Die Ermittlungen gegen den Beamten sind mittlerweile wegen geringer Schuld eingestellt worden“, berichtet Staatsanwalt Christopher York.

Nach dem Schusswaffengebrauch sind die Ermittlungen gegen den Bielefelder Polizisten eingestellt worden. Foto: dpa

Aus Neutralitätsgründen hatte die Polizei in Münster die in Fällen eines Schusswaffengebrauchs durch Polizeibeamte üblichen Ermittlungen übernommen.

Gegen 2.40 Uhr war in der besagten Nacht in der Leitstelle der Notruf eingegangen, dass in dem Mehrfamilienhaus am Marderweg ein bewaffneter Mann randalieren würde. Der damals 31-jährige Bewohner soll laut gegen die Wohnungstüren von Mitbewohnern geschlagen haben. Die Besatzungen dreier Streifenwagen eilten an den Marderweg nachdem es hieß, der Randalierer sei möglicherweise mit einem Messer bewaffnet.

Kein Messer in der Hand

„Der Mann wurde im Keller angetroffen und soll etwas in der Hand gehalten haben“, sagt Christopher York, Sprecher der Bielefelder Staatsanwaltschaft. Laut Ermittlungen soll der Randalierer auf die Polizisten zugegangen sein. Die Aufforderung, stehen zu bleiben, habe der Mann mehrfach missachtet.

Der möglicherweise psychisch gestörte Mann habe sich weiter genähert, woraufhin ein Beamter „Zeig deine Hände oder ich schieße“ gerufen habe. Weil er immer noch nicht reagierte, habe der Polizist ihm ins Bein geschossen.

Gegen den Beamten wurde wegen Sorgfaltspflichtverletzung ermittelt, doch fanden sich hierfür keine Nachweise, so dass das Verfahren eingestellt wurde.

Wie sich herausstelle, hielt das 31-jährige Opfer kein Messer in der Hand. Es war nur ein Feuerzeug.

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