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Vorrunde des bundesweiten Wettbewerbs »Cooking Star« im Bielefelder Kochstudio Pöschel

»Bella Italia« in 60 Minuten

Bielefeld (WB). Mit flinken Fingern wickelt Ursula Pahnke-Felder die Kalbfleischklößchen in die Auberginenscheiben, gibt sie in die Auflaufform, träufelt Öl darüber. »Noch 40 Minuten«, ruft Andreas Pöschel ihr zu. Gemeinsam mit ihrem Mann Wolfgang bildete die begeisterte Köchin das erste Team, das gestern in Bielefeld bei der Vorrunde zum Hobbyköche-Wettbewerb »Coo­king Star« antrat.

Hendrik Uffmann

Während Ursula Pahnke-Felder und ihr Mann Wolfgang Pahnke (links) konzentriert ihr Rezept abarbeiten, schauen ihnen Andreas Pöschel (2. von rechts) und der Bielefelder Food-Fotograf und Jury-Mitglied Axel Struwe gespannt zu. Foto: Bernhard Pierel

»Die Zeit ist nicht das Problem«, sagte Ursula Pahnke-Felder, nachdem sie die Auflaufform in den Ofen geschoben und sich mit Andreas Pöschel beratschlagt hatte, bei welcher Temperatur das ganze garen soll. Und das, obwohl es ein Wettlauf gegen die Uhr ist. Denn nur exakt eine Stunde hatte das Ehepaar aus Venlo in den Niederlanden Zeit, um ein Hauptgericht zum Motto »Bella Italia« zu zaubern – und dabei besser zu sein als die beiden anderen Teams, die ihre Kontrahenten in dieser Vorrunde waren.

Das sind die Brüder Niklas und Florian Herft aus Aachen und Köln und die Freunde Werner Ewers und Bernhard Grewing, die aus Delbrück-Westenholz angereist sind. Alle drei Teams hatten sich mit einem eigenen Rezept bei dem Wettbewerb »Cooking Star« beworben und es in die Bielefelder Vorrunde geschafft, die gestern im Kochstudio von Andreas Pöschel an der Beckhausstraße ausgetragen wurde.

»Wir haben uns für ein eher rustikaleres Gericht entschieden«

Während sich Ursula Pahnke-Felder und Wolfgang Pahnke für Auberginen-Kalbfleischröllchen auf Zwiebelmarmelade und Servietten-Ciabatta-Klößen mit Tomatenschaum und Käsegitter entschieden hatten, ging das Delbrücker Duo mit Ravioli mit Tomaten-Ricotta-Füllung mit Parmesan-Schaum und Tomaten-Auberginen-Gemüse und einem Garnelen-Topping ins Rennen.

»Wir haben uns für ein eher rustikaleres Gericht entschieden«, sagte dagegen Florian Herft.

Mit seinem Bruder bereitete er ein Hähnchen-Saltimbocca an Safran-Riosotto und Schmorgemüse mit einem lauwarmen Tomaten-Zwiebelsalat und Kräuterpesto zu. In einer bestens ausgestatteten Küche zu agieren, mache viel Spaß. Da die Brüder aber auch Mitglied bei den Pfadfindern sind, können sie jedoch auch anders. »Wir kochen auch gerne am Lagerfeuer«, verriet Florian Herft.

»Alle dachten, dass ich einmal Köchin werde«

Ursula Pahnke-Felder hat das Kochen von ihrer Oma gelernt, »und alle dachten, dass ich einmal Köchin werde«, sagte sie. Daraus wurde zwar nichts, dafür aber koche sie täglich für ihre Familie. »Das Rezept, das wir hier heute zubereiten, gehört zum unserem Repertoire.«

Auch Werner Ewers und Bernhard Grewing sind leidenschaftliche Hobbyköche, »und wir sind ein gutes Team, weil wir schon so lange befreundet sind«, sagte Ewers lachend. Das sei aber auch notwendig, um in der begrenzten Zeit fertig zu werden.

Trotz aller Konkurrenz war die Atmosphäre im Kochstudio gestern gelöst – die Teams wünschten sich gegenseitig viel Glück und schauten neugierig, was die anderen zubereiteten Die besten Bewertung bekam schließlich das Gericht von Werner Ewers und Bernhard Grewing. Mit ihnen wird Andreas Pöschel nun als Coach am 27. April zum Halbfinale nach Berlin fahren.

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