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Als Zukunftsprojekt baut das diakonische Unternehmen ein neues Kinderzentrum

Bethel erzielt zweithöchstes Jahresergebnis seiner Geschichte

Bielefeld (epd). Die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel haben im Jahr 2018 das zweithöchste Jahresergebnis erzielt und die Gesamterträge gesteigert. »Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis«, sagte Bethel-Chef Ulrich Pohl am Mittwoch in Bielefeld.

Pastor Ulrich Pohl (rechts) und Dr. Rainer Norden. Foto: Bethel

Als Zukunftsprojekt baut das diakonische Unternehmen ein neues Kinderzentrum , das laut Bethel zu den zehn größten Einrichtungen bundesweit zählt. Nach einer Vertragsunterzeichnung im Juli wird das Evangelische Klinikum Bethels nun offiziell auch Uni-Klinikum.

Das Jahresergebnis in Höhe von 8,5 Millionen Euro sei nur im Jahr 2017 mit 12,8 Millionen Euro übertroffen worden, erläuterte Norden. Das sei jedoch eine Ausnahme im 150. Jubiläumsjahr Bethels gewesen. Die Gesamterträge stiegen leicht auf 1,25 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,24 Milliarden Euro). Das Jahresergebnis werde vollständig in die diakonische Arbeit Bethels investiert.

Die Investitionen Bethels hätten mit 88,4 Millionen Euro im vergangenen Jahr einen Höchststand erreicht, sagte Norden auf der traditionellen Bilanzpressekonferenz Bethels. Im Jahr 2017 lagen sie bei rund 78 Millionen Euro. Schwerpunkte seien neue Wohn- und Betreuungsangebote in allen Regionen sowie die Weiterentwicklung der Akutkrankenhäuser in Bielefeld und Berlin. Auch die Zahl der Beschäftigten wuchs durch den Ausbau Bethels in der Region auf insgesamt 19.670 (Vorjahr: 19.052).

54,49 Millionen Euro Spenden

Für die diakonische Arbeit erhielt Bethel im vergangenen Jahr 54,49 Millionen Euro aus Spenden und Nachlässe. Die Gesamtsumme liege zwar unter der des Vorjahres (62,7 Millionen Euro), sei jedoch das zweithöchste Ergebnis.

Das Jahresspendenprojekt im Jahr 2019 ist erneut der »Neubau Kinderzentrum Bethel«, wie Pohl ankündigte. Von der geplanten Bausumme in Höhe von 70 Millionen Euro wolle Bethel die Hälfte aus Spendenmitteln finanzieren. Bislang seien bereits 24 Millionen Euro dafür eingegangen. Das neue Gebäude wird auf dem Gelände des bisherigen Kinderzentrums gebaut. In dem neuen Zentrum, das im Jahr 2022 an den Start gehen soll, sollen jährlich rund 50.000 Kinder und Jugendliche ambulant und stationär medizinisch versorgt werden.

Ärztemangel bekämpfen

Das Evangelische Klinikum Bethel erzielte laut Norden im vergangenen Jahr ein Betriebsergebnis von 1,15 Millionen Euro. Das Klinikum ist nun auch offiziell Teil des Universitätsklinikums der Universität Bielefeld . Ziel sei es, den Ärztemangel in der Region zu bekämpfen, sagte Bethel-Chef Pohl. Vom Aufbau des Uniklinikums profitiere auch Bethel. Dadurch könne das Klinikum Bethels noch mehr qualifizierte Fachkräfte gewinnen.

Neu zu Bethel kam laut Pohl das Diakonische Werk Niederlausitz im brandenburgischen Cottbus mit rund 300 Beschäftigten. Aufgebaut worden seien zudem spezielle Angebote für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen. Als Beispiele nannte Pohl in der Jugendhilfe die Erweiterung der Förderschule im niedersächsischen Vechta mit angeschlossenem Internat. Im vergangenen Jahr startete nach Pohls Angaben auch das Projekt »Bethel im Rheinland« mit einem Büro in Düsseldorf. Dort werde analysiert und geprüft, wo noch Angebote und Dienste für Menschen mit Behinderungen fehlten.

Die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel zählen zu den größten diakonischen Werken Europas. Rund 230.000 Menschen hat das diakonische Werk nach Angaben des Vorstands im vergangenen Jahr behandelt, betreut oder ausgebildet.

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