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Ärztekammerpräsident befürwortet Studienzulassung ohne Spitzen-Abi

Bielefeld prüft Arztstudium ohne Numerus clausus

Bielefeld (WB). Bei der Einrichtung einer Medizinfakultät in Bielefeld sollen neue Wege beschritten werden. »Es gibt Überlegungen, einen Zugang ohne Numerus clausus zu schaffen«, sagte gestern Dr. Theodor Windhorst, der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe.

Christian Althoff

Die Uni Bielefeld. Foto: Thomas F. Starke

Windhorst setzt sich seit Jahren für eine Medizinfakultät in Bielefeld ein, um dem Ärztemangel in Ostwestfalen-Lippe zu begegnen. »Von denen, die hier studieren und Ostwestfalen kennenlernen, werden etliche bleiben«, hofft er. In Zukunft fehlten nämlich nicht nur Hausärzte, auch bei Kinderärzten zeichne sich ein Mangel ab.

Die künftige Landesregierung will eine Medizinfakultät einrichten , aber Konkretes ist aus Düsseldorf noch nicht zu hören. Schließlich werden die Minister erst im Laufe des Donnerstages ernannt.

Doch die Beteiligten stehen bereit. »Die Uni Bielefeld hat schon einen Koordinator eingestellt, der das Vorhaben begleiten soll«, sagte Windhorst. Er halte es für realistisch, dass in vier Jahren die ersten Studenten in Bielefeld unterrichtet würden.

»Wir brauchen keine riesigen Neubauten. Es gibt auch Lehrräume in Krankenhäusern.« (Wie berichtet, kommt es derzeit bei der Sanierung der Uni zu erheblichen Problemen) . Auch auf eine Anatomie »mit Leichenteilen in Formalin« könne man verzichten, stattdessen sollten alle Bielefelder Krankenhäuser ihre Obduktionen vor Studenten durchführen. Der Ärztekammerpräsident geht von 120 bis 140 Medizinstudenten pro Semester aus.

Mehr lesen Sie am Mittwoch, 28. Juni, im WESTFALEN-BLATT.

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