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Impfungen gegen Infektion mit Coronavirus

Bielefelder Krankenhäuser auf gutem Weg

Bielefeld

Knapp 80 Prozent der Belegschaft des Klinikums Bielefeld ist bereits einmal gegen Covid 19 geimpft worden, „die ersten Mitarbeiter haben auch schon ihre zweite Spritze bekommen“, sagt Klinikum-Sprecher Axel Dittmar.

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In Bielefelds Krankenhäusern kommt das Impfen der Beschäftigten rasch voran. Foto: Thomas F. Starke

Angefangen hatte man im Klinikum – wie in allen Krankenhäusern – mit den Mitarbeitern von Intensiv- und Covid-Stationen, Notaufnahme und Onkologie, „vom Chefarzt bis zur Reinigungskraft“, erklärt Dittmar. Ganz zum Schluss war dann auch das „patientenferne“ Personal an der Reihe. Am Standort Mitte werden auch die Mitarbeiter der Rosenhöhe und aus Halle geimpft, dort könne der Corona-Impfstoff von Biontech aufbereitet werden.

Einen großen Schritt nach vorne, sagt Bethel-Sprecher Johann Vollmer, sei man auch am Evangelischen Klinikum voran gekommen: „In den vergangenen neun Tagen konnten wir im Assapheum durchimpfen, trotz des Wintereinbruchs wurden viele Termine wahrgenommen.“ Besonders berücksichtigt wurden nach dem Auftreten von Corona-Mutanten auch die Mitarbeiter von Kinderchirurgie und Kinder-Notaufnahme. Auch das EvKB impft zentral für alle Standorte sowie für Bethel-Mitarbeiter und Klienten im Assapheum.

2500 der gut 5000 Krankenhausmitarbeiter, so Vollmer, seien bereits geimpft worden, auch hier wurden bereits die ersten Zweitimpfungen verabreicht. Auch Vollmer konstatiert eine große Impfbereitschaft von etwa 80 Prozent. Bislang wurde in Bethel ausschließlich der Impfstoff von Biontech gespritzt, denkbar sei, meint Vollmer, dass demnächst und vor allem bei jüngeren Menschen auch das Serum von Astra Zeneca gespritzt werde. „Noch fehlt aber die Verordnung dafür.“

„Durch“ mit der ersten Impfrunde ist man auch am Franziskus Hospital. Dort erhielten am Mittwoch auch die ersten 120 „Impflinge“ ihre zweite Spritze. Weil es nach zwei Tagen des Impfens wegen der Lieferschwierigkeiten von Biontech/Pfizer eine Zwangspause gegeben hat, werden die nächsten gut 500 Zweitimpfungen mit entsprechender Verzögerung verabreicht. Dafür sei die achte Kalenderwoche vorgesehen, sagt Klösterchen-Geschäftsführer Dr. Georg Rüter.

Auch er schätzt die Impfbereitschaft der Mitarbeiter auf gut 80 Prozent – was ihm dennoch nicht reicht. Auch wenn es keinen Impfzwang gebe: „Als Betreiber eines Akutkrankenhauses appellieren wir, dass sich noch mehr impfen lassen. Man kann in einem Hochrisikobereich nicht gewollt ungeschützt herumlaufen.“ Schließlich: Um das Krankenhaussystem stabil zu halten und eine Triage zu vermeiden, werde die Republik still gelegt...

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