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Philosophie-Student Jens Teutrine (28) folgt der Hamburgerin Ria Schröder (28)

Bielefelder neuer Chef der JuLis

Bielefeld (WB). Jens Teutrine aus Bielefeld ist neuer Bundesvorsitzender der Jungen Liberalen (JuLis). Der 26-jährige Philosophie-Student folgt der Hamburgerin Ria Schröder (28).

Andreas Schnadwinkel

Philosophie-Student Jens Teutrine (28) aus Bielefeld folgt der Hamburgerin Ria Schröder (28). Foto: Andreas Schnadwinkel

91 Prozent der 200 Delegierten des 60. Bundeskongresses der JuLis stimmten am Samstag in der Stadthalle Bielefeld für Teutrine, der keinen Gegenkandidaten hatte. FDP-Parteichef Christian Lindner gehörte zu den ersten Gratulanten. „Wir werden kons­truktiv und kritisch mit der Mutterpartei umgehen. Kritisch sind wir, wenn so etwas wie in Thüringen passiert. Und konstruktiv, wenn wir beim Bundesparteitag einen Antrag auf Wahlrecht auf 16 Jahren stellen.“

„Damit kann die FDP zeigen, dass sie die Anliegen junger Leute ernst nimmt“, sagte Teutrine dem WESTFALEN-BLATT. Der neue JuLis-Chef betonte, dass er keinem „vermeintlichen FDP-Klischee“ entspreche: „Ich habe als Junge eine Förderschule besucht, meine Mutter war alleinerziehend. Wir JuLis setzen uns dafür ein, dass Geschlecht, Religion und sozialer Hintergrund keine Rolle spielen, sondern der eigene Wille voranzukommen.”

Für ein Jahr gewählt

Teutrine ist für ein Jahr gewählt und sieht seine Aufgabe darin, jetzt die Weichen für den Bundestagswahlkampf zu stellen: „Wir wollen für das werben, was uns wichtig ist. Das sind beispielsweise ein elternunabhängiges Bafög, endlich eine generationengerechte Reform des Rentensystems, aber auch die Legalisierung von Cannabis.”

Die scheidende JuLis-Vorsitzende Ria Schröder sieht die Partei gut aufgestellt. Die FDP brauche nicht die Sorge zu haben, dass junge Menschen sie nicht wählen würden. Schröder hält die JuLis für „progressiver als die FDP. Wir haben die FDP beim Klimaschutz angeschoben. Klimaschutz ist kein Thema, das man Grünen überlassen darf. Sonst sprechen wir 2030 noch über Flugverbote und Rationierungen. Der wirkliche Wandel beim Klimaschutz gelingt nur mit marktwirtschaftlichen Lösungen.”

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