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Wolf Danny Homann spielt im ARD-Krimi mit – »Das ist ein großes Ding« 

Bielefelder stirbt am Sonntag im Kölner »Tatort«

Bielefeld (WB). Wenn am Sonntag um 20.15 Uhr die neue Folge des Kölner »Tatorts« beginnt, dreht sich zunächst alles um einen Bielefelder. Schauspieler Wolf Danny Homann (28) verkörpert den drogenabhängigen Kleinkriminellen Pascal Pohl, der vor eine Straßenbahn gerät und stirbt.

Stefan Biestmann

Pascal Pohl (Wolf Danny Homann) wurde von einer Straßenbahn erfasst. Gerichtsmediziner Dr. Joseph Roth (Joe Bausch/von links) geht mit den Kommissaren Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) auf Spurensuche.

»Ich bin stolz darauf, im Tatort dabei zu sein und auf so einem hohen Niveau drehen zu dürfen«, sagt Homann im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT. »Der Tatort ist ein großes Ding und wird jeden Sonntag von Millionen Menschen geguckt.« Der gebürtige Bielefelder, der früher die Martin-Niemöller-Schule besuchte, lebt heute in Köln.

Und genau dort war er Anfang 2018 »eine Nacht lang« bei den Dreharbeiten für die neue WDR-»Tatort«-Folge »Weiter, immer weiter« mit dabei.Rasant geht es zu: Pascal Pohl rast zunächst in einem alten VW Polo durch Köln. »Für meine Fahrt wurden extra Unterführungen gesperrt«, berichtet Homann. Später gerät Pohl dann in eine Polizeikontrolle. Er springt aus dem Auto, läuft davon und wird von der Straßenbahn erfasst. »Den Stunt habe ich selbst gemacht«, sagt Homann.

Was zunächst wie ein tragischer Unfall aussieht, entwickelt sich zu einem mysteriösen Fall für die Kölner »Tatort« -Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär). »Die Arbeit mit den anderen Schauspielern war wunderbar«, berichtet Homann. Einen guten Draht hat er zu Dietmar Bär. Der Schauspieler stattete Homann sogar später einen Besuch im Schauspielhaus ab, wo der Bielefelder im Stück Michael Kohlhaas auf der Bühne steht.

Großes Lob für Regisseur

Besonders lobt Homann auch die Arbeit von Regisseur Sebastian Ko: »Der hat nie locker gelassen. Ich habe von ihm gelernt, dass man für eine Rolle tief in den Körper geht.« Die Rolle eines Drogenabhängigen verlangte ihm dabei einiges ab. »Ich habe vorher viel über das Thema gelesen«, sagt der 28-Jährige.

Von seiner Heimatstadt Bielefeld aus startete Homann eine Schauspielkarriere, die ihn unter anderem ans Burgtheater Wien und zu den Salzburger Festspielen führte. Wie berichtet, war Homann zuletzt im Kinofilm »So viel Zeit« an der Seite von Jan Josef Liefers zu sehen.

Auftritt im ZDF-Krimi »Marie Brand«

Und jetzt steht eine TV-Woche ganz im Zeichen des Bielefelders. Bereits am Mittwochabend spielte Homann eine »kleine Rolle« im ZDF-Krimi »Marie Brand und der Reiz der Gewalt«. In diesem Jahr wird er zudem noch im ZDF-Krimi »Soko Köln« mitwirken. Es gebe noch weitere TV-Projekte. »Aber die sind nicht spruchreif«, sagt Homann.

Erst einmal gilt seine Vorfreude dem »Tatort« am Sonntag. »Ich habe die Folge bislang noch nicht gesehen und bin deswegen besonders gespannt«, berichtet Homann. Im Kreise seiner Familie in Bielefeld, darunter auch seine Großmutter (83), will er im Ersten sehen, wie das Schicksal von Pascal Pohl seinen Lauf nimmt. Und dabei kommt es auch auf den Streifenpolizisten Frank Lorenz (Roeland Wiesnekker) an, der im Mittelpunkt des Psychodramas steht. Er ist überzeugt, dass Pohl von Verbrechern gejagt wurde. Es bleibt abzuwarten, ob er am Ende recht hat.

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