1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Bielefeld
  6. >
  7. Bielefelds „Lebensretter in Orange“

  8. >

Hubschrauber Christoph 13 war 365 Stunden in der Luft

Bielefelds „Lebensretter in Orange“

Bielefeld

Der in Bielefeld stationierte Rettungshubschrauber Christoph 13 hat im vergangenen Jahr zu 1285 Einsätzen abgehoben. Mit 365 Flugstunden war der Hubschrauber im Vergleich zu den anderen Rettungshubschraubern in Deutschland vergleichsweise wenig in der Luft.

Zu 1285 Einsätzen hob der in Bielefeld stationierte Rettungshubschrauber Christoph 13 vergangenes Jahr ab. Foto: Jörn Hannemann

Von den 1285 Einsätzen der „Lebensretter in Orange“ waren 975 sogenannte Primärversorgungen, bei der die Patienten am Einsatzort versorgt wurden. In 210 Fällen wurden die Unfallopfer zunächst vor Ort versorgt und anschließend in ein Krankenhaustransportiert. In 30 Fällen wurde Christoph 13 im vergangenen Jahr für Sekundärtransporte, bei denen Patienten von einem Krankenhaus zu einem anderen gebracht wurden, eingesetzt. Daraus ergibt sich eine Zahl von 240 transportierten Patienten. Bei 70 Alarmierungen des Rettungshubschraubers handelte es sich um Fehlalarme.

Spitzenreiter bei den Einsätzen der zwölf Zivilschutz-Hubschrauber in Deutschland war 2021 Christoph 29 in Hamburg mit 1900 Alarmierungen, gefolgt von Christoph 17 (Kempten, 1585) und Christoph 14 (Traunstein, 1440).

Hintergrund: Der Bund unterhält eine Flotte von 18 Zivilschutz-Hubschraubern (ZSH). Zwölf davon starten täglich von zwölf Luftrettungszentren aus - wie Christoph 13 in Bielefeld am Klinikum Rosenhöhe - in den Einsatz. Startklar sind die Hubschrauber innerhalb von zwei Minuten.

Die übrigen Maschinen dienen als Redundanz für Wartungs- und Reparaturarbeiten. Die ZSH sind Teil des Ausstattungskonzeptes, das der Bund für den Spannungs- und Verteidigungsfall bereithält.

Die Hilfe aus der Luft ist ein wichtiger Baustein im Zivilschutz und komplettiert die Spezialfähigkeiten des Bundes. Aufgabe der ZSH ist dabei, Schadenstellen zu erkunden und zu überwachen, Bevölkerungsbewegungen zu beobachten und zu lenken oder Spezialisten und Material in kürzester Zeit an den Einsatzort zu befördern.

Des Weiteren können radioaktive Strahlen aus der Luft gemessen und Schwerverletzte oder Erkrankte transportiert werden. Letzteres ist das reguläre Tagesgeschäft der Zivilschutz-Hubschrauber, denn außerhalb von Katastrophen und in Friedenszeiten werden die Helikopter im Luftrettungsdienst eingesetzt.

Startseite
ANZEIGE