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Ortsangabe bei Facebook stimmt wieder

»Bielefeldverschwörung« verschwunden

Bielefeld (WB/HHS/sb). Jetzt gibt's Bielefeld auch bei Facebook wieder. Am Mittwochabend war die Ortsbezeichnung Bielefeld durch das Wort »Bielefeldverschwörung« ersetzt worden. Inzwischen ist dieses Phänomen korrigiert. Was genau dahinter steckte, ist aber bislang weiter unklar.

So sah der Eintrag bei Facebook am Mittwochabend aus.

In einer ersten Stellungnahme hatte Facebook am Donnerstag zunächst lediglich mitgeteilt, dass intern geprüft werde, was dort passiert ist. Facebook-Sprecher Klaus Gorny sagte auf Anfrage des WESTFALEN-BLATTS, dass seine Mitarbeiter große Bielefeld-Fans seien. »Nichts läge uns ferner, als uns an dieser Verschwörung, diese schöne Stadt Ostwestfalens gäbe es nicht, direkt oder indirekt zu beteiligen.« Mit etwas weniger Augenzwinkern versprach er, der Ursache auf den Grund gehen zu wollen. Bislang stehen die Facebook-Techniker aber offenbar vor einem Rätsel. Am Abend zeigte sich Gorny erst einmal damit zufrieden, dass es dem technischen Team gelungen sei, den Fehler überhaupt behoben zu haben.

Immerhin muss sich mittlerweile niemand mehr über die »Bielefeldverschwörung« bei Facebook ärgern. Denn maximal ein mitleidiges Lächeln ruft man mit Scherzen dieser Art in Bielefeld nicht mehr hervor. Sogar die Seite des Stadtmarketings hatte unfreiwillig Werbung für »Kunst und Unterhaltung in Bielefeldverschwörung« gesorgt. Auch der Fußball-Zweitligist Arminia Bielefeld war einen halben Tag in »Bielefeldverschwörung« beheimatet. Und der Facebooknutzer konnte sogar erfahren, wie in »Bielefeldverschwörung« das Wetter der nächsten Tage wird.

Die Bielefeldverschwörung soll 1993 bei einer Studentenparty in Umlauf gebracht worden sein. Einem Bekannten des deutschen Informatikers Achim Held soll der Satz »Das gibt’s doch gar nicht« herausgerutscht sein, als ihm jemand aus Bielefeld gegenüberstand.

Eine Rolle spielte auch, dass im Herbst 1993 die Autobahnabfahrten nach Bielefeld wegen Großbauarbeiten zeitweilig gesperrt waren. Die erste bekannte öffentliche Erwähnung der Bielefeldverschwörung stammt von Held und wurde am 16. Mai 1994 im Usenet in der Newsgroup de.talk.bizarre veröffentlicht.

Helds Absicht war es dabei, gängige Verschwörungstheorien ins Lächerliche zu ziehen. Die Auswahl der Stadt war Zufall.

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