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Anwältin geht gegen Urteil des Landegerichts Bielefeld vor

Bordellschütze will Revision

Bielefeld (WB). In Sachen Sicherungsverwahrung im Gefängnis für den Bielefelder Bordellschützen (30) ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. »Wir legen gegen das Urteil des Landgerichtes Bielefeld Revision zum Bundesgerichtshof ein«, sagte Verteidigerin Susanne Renner auf WESTFALEN-BLATT-Anfrage.

Das Bielefelder Landgericht Foto: Thomas F. Starke

Die Revision richte sich vor allem gegen die Feststellungen des Gutachters Dr. Gerold Asshoff (51). Der Psychiater empfahl vor Gericht, wie berichtet, die Unterbringung des Bordellschützen in der Sicherungsverwahrung. Verteidigerin Renner: »Wir halten das Gutachten für falsch.«

Die 2. Große Strafkammer des Landgerichtes hatte am Montag dieser Woche gegen den Bielefelder nachträglich die Sicherungsverwahrung verhängt . Der wegen zahlreicher Gewalttaten vorbestrafte Deutsch-Serbe bleibt damit nach Verbüßung seiner aktuellen Haftstrafe von drei Jahren und acht Monaten wegen der Schießerei im Bordell weiter auf unbestimmte Dauer hinter Gittern.

Dem 30-Jährigen bescheinigte Vorsitzender Richter Carsten Wahlmann »dissoziales Grunddenken« und »niedrige soziale Kompetenz«. Der Bielefelder habe den Hang, in Freiheit weiter erhebliche Straften zu begehen.

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