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Seniorenkarneval der heimischen Jecken begeistert 500 Besucher

Brackwedes närrische Höhepunkte

Bielefeld (WB). »Brackwede Helau!« hieß es am Wochenende gleich zweimal in der ausverkauften Aula des Brackweder Gymnasiums. Am Samstag und am Sonntag erlebten jeweils 250 Besucher den Seniorenkarneval des Brackweder Karnevalvereins (BKV) und feierten ausgelassen die fünfte Jahreszeit.

Kerstin Panhorst

Mit dem Einmarsch des Elferrats und des Prinzenpaars samt Garde, angeführt von Bannerträger Heiko Strothmann, begannen die beiden Karnevalssitzungen am Wochenende. Weil es in der Windflöte zu ihrer Enttäuschung keinen Karneval mehr gibt, feierten die beiden Ehepaare (von rechts) Klaus und Heidi Paluch sowie Bärbel und Siegfried Klaus dieses Mal in Brackwede. Foto: Kerstin Panhorst

Viele der Besucher hatten sich bunte Hüte und lustige Accessoires mitgebracht, um selbst Teil des närrischen Treibens zu werden und zeigten sich begeistert vom abwechslungsreichen Bühnenprogramm. »Bei uns in der Windflöte gibt es ja leider keinen eigenen Karneval mehr. Deswegen sind wir jetzt mit unseren Freunden nach Brackwede gekommen, um hier zu feiern«, erzählt Besucher Klaus Paluch.

BKV-Präsident Gerhard Klocke begrüßte nach dem offiziellen Einmarsch des Elferrates das Publikum, und auch Bezirksbürgermeisterin Regina Kopp-Herr stattete den Karnevalisten einen Besuch ab. »Ob alt, ob jung, ob reich, ob arm – Jeck zu sein, hat im Karneval so richtig viel Charme«, dichtete die SPD-Politikerin.

Auch das Prinzenpaar Susanne I. Rothkopf und Marcel I. Bohnenkamp ließ es sich nicht nehmen, einige Worte an das Plenum zu richten. Es erklärte sich selbst zum »Brackweder Traumprinzenpaar«, das nach britischem Vorbild den »Bracksit«, also die Abspaltung Brackwedes von Bielefeld, vorantreiben will. »Gebt uns die Hand, kommt mit ins Narrenland« forderten die beiden jecken Majestäten auf und machten Platz für das große Showprogramm.

Urgestein Rudi Harazim als Katja Ebstein

Die Funkenmariechen der Prinzengarde und des BKV-Balletts eröffneten zur Marschmusik das bunte Treiben, bevor Urgestein Rudi Harazim als Katja Ebstein mit »Theater« eine treffsichere Parodie ablieferte. »Die kleinen Wirbelwinde« spielten unter der Leitung von Mechthild Pogatzki-Jaschewski zunächst mit dem Mädchenklischee eines »Barbie Girl«, ehe sie selbstbewusst zum Titel »No ordinary girl« tanzten. Dabei zeigten sie, dass in pinkfarbenen Kleidchen starke Mädchen stecken können.

Seine Premiere in der Bütt feierte Ludwig Zeller. Als »Der geplagte Ehemann« vereinte er in seiner Rede eigene Eheerfahrungen mit allgemeingültigen Ratschlägen wie »Solltest du keine Frau zum Heiraten finden, machst du dir eben ein schönes Leben«.

Auch die Crazy Ladies, die Quirkendörper Patthüpker und die Tollen Tanten zeigten sich wieder mit einer Choreographie. Neu dabei war in diesem Jahr erstmals die Brackweder Boygroup mit einer Tanzparodie. Zeremonienmeister Andreas Walter und Ilona Strothmann boten ein »Frühstücksgespräch« als Duo-Büttenrede, und Klaus Weinrich zeigte sich in der Bütt in einer neuen Rolle als Krankenpflege-Experte – frei nach dem Motto »Karneval in Brackwede, für jeden und für jede« wurde so wieder für jeden Geschmack etwas geboten.

Zur Prunksitzung am Samstag, 10. Februar, um 19 Uhr in der Aula des Brackweder Gymnasiums gibt es noch Restkarten für 15 Euro. Interessenten wenden sich an das Bezirksamt, Germanenstraße 22, Telefon 0521/51 52 57, oder an das Schuhhaus Pogatzki, Hauptstraße 125, Telefon 0521/44 24 05.

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