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Kalorienstarke Neuheit in amerikanischem Stil auf den Markt gebracht

Corona-Krise hat Pizza-Verkauf bei Oetker angekurbelt

Bielefeld (WB). Kalorienarm und möglichst gesund: Das sind, so nimmt man es wahr, die Trends der modernen Ernährung. Gerade hat die Bundesregierung mit dem Nutri-Score eine Nährwertkennzeichnung auf den Weg gebracht, mit der Verbraucher noch leichter erkennen können, welche Nahrungsmittel besonders viel Zucker oder Fette enthalten und deshalb gemieden werden sollen. „Aber zu jedem Trend gibt es einen Gegentrend“, sagt Matthias Hanigk, einer der Pressesprecher von Dr. Oetker.

Bernhard Hertlein

Die Produktionsbänder für die Tiefkühlpizza von Dr. Oetker – hier in Wittenburg – laufen auf Hochtouren. Jetzt startet eine zusätzliche Reihe „American Pizza“. Foto: dpa

Marktforschungen hätten ergeben, dass dieser Gegentrend relativ groß sei. So erweitert Oetker nun zum 1. September sein Pizza-Programm um eine neue Reihe „amerikanischer“ Pizzen. Die All American soll einen besonders dicken Boden haben und einen üppigen Belag – typisch eben für den breiten US-Geschmack. Gestartet wird mit drei Geschmacksrichtungen: Double Salami, Cheesy Spinach und Hawaii.

„Die American Pizza ist ja auch für besondere Angelegenheiten“

So eine amerikanische Pizza hat ihr Gewicht: bis zu 500 Gramm. Zum Vergleich: Die meistverkaufte Oetker-Pizza Ristorante Salame bringt es auf 320 Gramm. Sie hat auch nur 873 Kalorien, wogegen es die amerikanische Variante auf 1161 Kalorien bringen wird.

„Die American Pizza ist ja auch für besondere Angelegenheiten“, entgegnet Hanigk. Ganz auf die Freunde amerikanischer Küche will übrigens auch der Wettbewerber nicht verzichten: Als Ersatz für die – gegen Protest in den sozialen Medien – aus dem Programm ­genommene „Western“-Reihe gibt es bei Wagner unter der Submarke „Big City“ eine „Boston“-Pizza mit der gleichen kalorienstarken Auflage.

Fischtäbchen-Pizza gefordert

Dass Oetker gleichwohl nicht auf jeden einzelnen Verbraucherwunsch eingehen will, zeigt die Ablehnung der seit 2018 von einem gewissen Stullen-Andreas, der auf Twitter und Instagram eine größere Fangemeinde hat, geforderten Fischstäbchen-Pizza. Immerhin machten sich die Bielefelder den Spaß, sie zum 1. April anzukündigen. Aber außer einem „Rezeptvorschlag“ für eine Spinat-Pizza mit Iglo-Fischstäbchen inklusive Foto auf einer der Dr. Oetker-Internetseiten ist daraus nichts geworden. Der Hype erreichte zwischendurch sogar die Münchner Polizei, die sich einer Aufforderung aus Bielefeld folgend nicht lumpen ließ und Stullen-Andreas eine Fischstäbchen-Pizza vorbeibrachte.

Übrigens: Die ebenfalls mit einem großen Hype verbundene Schoko-Pizza ist zwar nicht vergessen, aber von Oetker nach knapp zwei Jahren wegen der gesunkenen Nachfrage wieder aus dem Programm genommen worden. Insgesamt entwickelt sich der Pizza-Bereich nach Angaben von Oetker-Pressesprecher Jörg Schillinger nach einem Boom während des Lockdown jetzt „stabil auf hohem Niveau“. Aktuell wird im saarländischen Wittlich eine der beiden deutschen Pizza-Produktionsstätten von Oetker erweitert. Zudem soll auch das dortige Lager ausgebaut werden. Der Bauantrag läuft.

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