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Leiter Herbert Linnemann: Hermannsweg umleiten – neue Radabstellanlage

Corona macht Tierpark Olderdissen teurer

Bielefeld (WB). Die wegen Corona noch konsequenteren Zugangsregeln für den Tierpark Olderdissen haben am Himmelfahrtstag weniger Menschen als erwartet davon abgehalten, dem Tierpark einen Besuch abzustatten. 3300 Besucher zählten Tierpark-Leiter Herbert Linnemann und seine Mitarbeiter an dem Feiertag.

Michael Schläger

Räder nicht länger an den Zaun anschließen: In Olderdissen soll eine Radabstellanlage entstehen. Foto: Bernhard Pierel

„Im Schnitt haben wir seit der Wiedereröffnung täglich 2700 Besucher“, so Linnemann am Mittwoch im Betriebsausschuss des städtischen Umweltbetriebes.

Der beschloss einstimmig, dass ein Konzept für eine Radab­stellanlage entwickelt werden soll. Die Grünen hatten das Thema aufgebracht, gekleidet war es jetzt in einem gemeinsamen Antrag von SPD, Grünen und Linken, und dafür waren am Ende alle.

Doch bevor die neue Abstellanlage gebaut werden kann, müssen erst einmal aktuelle Corona-Probleme in den Griff bekommen werden. Und die sind beim Tierpark, für den weiterhin kein Eintritt erhoben wird, auch ganz handfest finanzieller Art. Linnemann rechnet übers Jahr mit zusätzlichen Kosten von 300.000 Euro.

1,20 Meter hohe Tore sind überklettert worden

Allein 20.000 Euro entfielen monatlich auf erforderliches Sicherheitspersonal. Bereits im März und April seien 30.000 Euro weniger an Parkgebühren eingenommen worden, und auch beim Futterverkauf und im Tierpark-Shop ging so gut wie nichts. Hinzu kamen die Aufwendungen, um die Tierpark einzuzäunen. Provisorisch errichtete, nur 1,20 Meter hohe Tore seien am ersten Sonntag nach der Eröffnung einfach überklettert worden , so Linnemann. Auch über Gehegeumzäunungen seien vereinzelt Besucher gestiegen. Für den Ausschuss-Vorsitzenden Detlef Werner (CDU) ein „schlicht peinliches Verhalten“.

Wegen Corona könnten aktuell nur 1000 Besucher gleichzeitig in den Tierpark gelassen werden. Die Kapazität ließe sich auch unter Corona-Bedingungen auf 1500 erhöhen, so Linnemann. Aber aktuell kann kein Rundweg angeboten werden. Der Hermannsweg, der eigentlich mitten durch den Park führt, wird derzeit umgeleitet. Im Park entstehen dadurch Sackgassen. „Deshalb belassen wir es bei 1000 Besuchern gleichzeitig.“ Linnemann regte an, den Hermannsweg dauerhaft um den Tierpark herumzuführen. Das sei über den Kahlen Berg in Richtung Johannisberg möglich. Dann könne auch im Park über eine neue Wegeführung nachgedacht werden.

Das Fahrradproblem, so Linnemann, sei durchaus im Bewusstsein gewesen. Beschwerden wegen fehlender Fahrradständer habe es aber bisher nicht gegeben. Jetzt soll eine überdachte Anlage entstehen, möglichst mit einer Photovoltaikanlage versehen. Auch die Busverbindungen aus der Stadt nach Olderdissen, wo in „normalen“ Zeiten an guten Wochenenden bis zu 10.000 Menschen Erholung suchen, sollen verbessert werden.

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