Ordnungsamt kontrolliert Einhaltung der Sperrstunde in Bielefeld: Am Samstag „alles ruhig“

Coronaverstöße blieben im Rahmen

Bielefeld (WB)

Die Ausgangssperre erfüllt offenkundig ihren Zweck: Am Samstagabend haben die Mitarbeiter des Ordnungsamtes nach 22 Uhr nur wenige Menschen im öffentlichen Raum angetroffen. Auch der Muttertag verlief bislang nach Auskunft von Polizei und Ordnungsamt „ruhig“.

Sabine Schulze

Das schöne Wetter am Muttertag haben viele Bielefelder ausgenutzt – , bei Wanderungen und Radtouren oder beim Sonnenbad wie hier im Bürgerpark. Foto: Sabine Schulze

Insgesamt haben die Außendienstteams nach Beginn der samstäglichen Ausgangssperre 29 Personen kontrolliert. In 18 Fällen beließen sie es bei mündlichen Verwarnungen, fünfmal wurden Bußgeldanzeigen gefertigt. Und sechs Personen konnten nachweisen, dass auf sie Ausnahmeregelungen zutrafen.

Gleichwohl, teilt die Stadt mit, haben die 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsamtes, die am Samstag im Dienst waren, 39 Bußgelder im Zusammenhang mit Corona-Verstößen eingeleitet. Ein Problembereich war erneut der Parkplatz des Subway-Restaurants an der Eckendorfer Straße: Dort trafen sich wieder die Freunde aufgepimpter Autos. Beim Eintreffen der Kontrolleure des Ordnungsamts versuchten sie in großer Zahl, zugleich das Gelände zu verlassen. Während sich die Teams des Ordnungsamtes auf die Ahndung von Corona-Verstößen konzentrierten, regelte und kontrollierte die zur Unterstützung gerufene Polizei den abfließenden Verkehr. Insgesamt setzte es hier 15 Bußgeldanzeigen, zudem wurden Platzverweise erteilt.

Ein weiterer Einsatzbereiche war die Versammlung auf dem Kesselbrink „Gemeinsam gegen Rassismus und Nazis in den Sicherheitsbehörden“ mit 80 bis 100 Teilnehmern. Hier verlief alles ohne Beanstandungen. Auch beim Flashmob auf dem Siegfriedplatz „Tanzen gegen Corona“ (gegen 21 Uhr ) ging es laut Bericht des Ordnungsamtes „entspannt“ und „geordnet“ zu. Auch bei der Polizei lautete das Resümee, dass die Nacht insgesamt eine ruhige gewesen sei.

Am Sonntag standen die Bielefelder Parks und Grünzüge im Mittelpunkt der Kontrollen. Angesichts des schönen Wetters waren sie beliebte Treffpunkte. Man kam mit Decke, Picknickkorb, Ball und Buch, um zu entspannen. „Wir wohnen mitten in der Stadt, da ist es einfach schön, hier im Grünen zu sein“, sagte Kim-Tung Nguyen, der mit Ehefrau, zwei Söhnen und einer Freundin in den Bürgerpark gekommen war und dort das Treiben genoss – mit der gehörigen Distanz.

Ohnehin: Es waren nicht nur, aber doch viele Zweier- und Dreiergrüppchen, die sich in den Parks tummelten, zudem Familien mit kleinen Kindern, die auf den Spielplätzen schaukelten, rutschten oder buddelten oder etwa im Park der Menschenrechte in der Lutter planschten.

Die Atmosphäre war friedlich, und auch die Polizei stellte am späten Sonntagnachmittag fest, dass man mit mehr Anrufen und Beschwerden gerechnet habe, jedoch alles ruhig sei.

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