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Luchsnachwuchs in Olderdissen: ein Junge, zwei Mädels 

Das nächste Dreier-Pack 

Bielefeld (WB). Einen Monat ist es heute auf den Tag genau her, dass die Tierpfleger im Olderdissen entdeckt haben, dass Luchsin Lea erneut Nachwuchs zur Welt gebracht hat. Doch erst seit gestern steht fest: Wie im vergangenen Jahr ist es ein Dreier-Pack, dieses Mal zwei Mädels und ein Junge – allesamt putzmunter.

Hendrik Uffmann und Hans-Werner Büscher (Foto)

Die Raubkatzen-Babys wurden gestern zum ersten Mal untersucht, alle drei sind gesund und putzmunter. Foto:

 Vier Wochen hatten die Tierpark-Mitarbeiter um Tierpflegemeister Markus Hinker Mutter Lea, die heute elf Jahre alt wird, und Vater Hannes (5) Zeit gegeben, um die Kleinen in Ruhe zu versorgen, bevor nun der erste Arzttermin anstand. Ganz sicher, wie groß der Wurf war, nachdem Lea bereits im vergangenen Frühjahr die Luchs-Babys Paul, Yuma und Freya geboren hatte, waren die Pfleger jedoch nicht. »Lea hatte die Jungtiere wieder in dem ausgehöhlten Pappel-Stamm zur Welt gebracht und anschließend unter dem Steinhaufen im anderen Gehegeteil versteckt«, erläuterte Hinker.

 Genau dort entdeckten die Mitarbeiter gestern Morgen die kleinen Raubkatzen, die sich dieses Mal blitzschnell einfangen ließen. Innerhalb weniger Minuten waren sie jeweils einzeln sicher in einer Box verstaut, damit sie Tierärztin Susanne Kozik präsentiert werden konnten.

 Und die startete drei Mal die gleiche Prozedur: Wiegen, auf Parasiten kontrollieren, Wurmkur-Tablette verabreichen und per Spritze den Mikrochip unter die Haut setzten, mit dem die Bielefelder Luchse von nun an anhand einer 15-stelligen Nummer weltweit zweifelsfrei identifiziert werden können. Zwischen 1,4 und 1,6 Kilogramm bringen die Jungtiere auf die Waage, und mit allen drei ist die Ärztin zufrieden: »Sie sehen fit aus und sind in einem sehr guten Allgemeinzustand.«

 Nur etwa eine halbe Stunde dauerte die Untersuchung, die der Kater deutlich entspannter über sich ergehen ließ als seine beiden Schwestern, die mit Fauchen lautstark gegen die Störung protestierten. »Das sind halt Mädchen«, kommentierte dies schmunzelnd Revierpflegerin Andrea Günnemann. Gelassen nahmen es auch die Eltern, die Tierpflegerin Louisa Schmidt mit einer ordentlichen Portion Fleisch im abgeriegelten zweiten Teil des Geheges abgelenkt hatte.

 Einige Wochen noch wird Mutter Lea die Kleinen säugen, sie dabei aber nach und nach auch an festes Futter gewöhnen. Und vermutlich schon bald wird sich das Trio auch den Besuchern des Tierparks präsentieren, wenn es beginnt, das Revier zu erkunden.

 In drei Wochen gibt es dann den nächsten Arzttermin, bei der Susanne Kozik den jungen Luchsen ihre erste Impfung verpassen wird. Dann soll auch bekannt gegeben werden, wie die Neuzuwächse heißen sollen, sagte gestern Tierpark-Chef Herbert Linnemann: »Wir sind im Gespräch mit potenziellen Namensgebern.«

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