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Prozess um Zwangsprostitution in Bielefeld: Opfer sagt aus

„Das war so schrecklich“

Bielefeld

Zwangsprostitution, Menschenhandel, erpresserischer Menschenraub, Freiheitsberaubung und gefährliche Körperverletzung – wegen dieser Vorwürfe wird vier 21 und 22 Jahre alten Bielefeldern seit Mitte Mai der Prozess vorm Landgericht gemacht. Am Dienstag stand vor der 4. Großen Strafkammer die Frau im Zeugenstand, die von den Angeklagten monatelang ausgebeutet, erniedrigt, verkauft, geschlagen, mit einer Waffe bedroht und, als die Bielefelderin aussteigen wollte, entführt worden sein soll.

Jens Heinze

Vier Männer sollen in Bielefeld eine Zwangsprostituierte misshandelt haben (Symbolbild). Foto: picture alliance/dpa

Sichtlich aufgewühlt, zeitweise weinend stellte sich die 27-Jährige im Beisein ihrer Opferanwältin den Fragen des Vorsitzenden Richters Carsten Glashörster. „Das war so schrecklich. Das tut mir weh, wenn ich diese Personen sehe, die mir so schreckliche Sachen angetan haben“, schluchzte die Hilfsarbeiterin ohne Schulabschluss. Die etwa drei Meter vom Opfer entfernt sitzenden Angeklagten blieben beim Gefühlsausbruch der Bielefelderin regungslos.

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