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„Grundrechte in OWL“-Protest auf dem Bielefelder Kesselbrink verläuft friedlich

Demo gegen Corona-Regeln

Bielefeld (WB/kw). 50 Demonstranten fanden sich am Samstagnachmittag auf dem Kesselbrink ein und pochten auf ihre im Grundgesetz verbürgten Grundrechte, die sie durch die Maßnahmen im Kampf gegen den Coronavirus gefährdet sahen.

Anastasia Powolozki spricht bei der zweiten Demonstration von „Grundrechte in OWL“ vor 50 Menschen auf dem Kesselbrink. Foto: Thomas F. Starke

Das Tragen des Mundschutzes zum Beispiel oder die Einschränkung des Besuchsrechtes lehnten sie ab. Das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, die Versammlungs- sowie die Meinungsfreiheit standen vor allem im Mittelpunkt der zahlreichen, meist spontan gehaltenen Redebeiträge. Massive Kritik übten einige Teilnehmer an der Informationspolitik der Bundesregierung, es wurden auch Vergleiche zum Dritten Reich gezogen.

Angemeldet hatte die Demonstration Anastasia Powolozki von der Gruppe „Grundrechte in OWL“. Die zweifache Mutter, die selbst parteilos ist, forderte, dass „alle politischen Positionen nach hinten gestellt werden für die Wahrung der Grundrechte“.

Die Versammlung verlief ohne Störungen. Etwa zwei Dutzend Polizeibeamte hielten sich im Hintergrund und mussten nicht einschreiten. Eine erste Demonstration von „Grundrechte in OWL“ musste eine Woche zuvor von der Polizei und Mitarbeitern des Ordnungsamtes aufgelöst werden , weil die genehmigte Größe von 50 Teilnehmern dreifach überschritten worden war. Zudem war es zu Übergriffen aus der linksautonomen Szene gekommen.

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