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»Bündnis für Toleranz und Menschlichkeit« plante Veranstaltung für den 30. Januar – Kritik an der Wahl des Datums – Zusammenarbeit gewünscht

Demonstrationsaufruf vorerst zurückgezogen

Bielefeld (WB). Das Bielefelder »Bündnis für Toleranz und Menschlichkeit« will eine Demonstration in der Innenstadt veranstalten. Nach einer Versammlung auf dem Jahnplatz sollen die Teilnehmer gemeinsam zum Boulevard marschieren. Ob das Ganze tatsächlich stattfinden wird, ist derzeit aber unklar. 

Im November hatte das Bündnis eine Menschenkette auf dem Kesselbrink organisiert. Foto: Mike-Dennis Müller

»Sexualisierte Gewalt und jegliche Belästigung Frauen und Männern gegenüber gehen uns alle was an«, hieß es im Aufruf auf der Facebook-Seite des Bündnisses. »Es ist an uns, zu zeigen, dass wir keine Angriffe und keine Gewalt dulden, und dass wir uns ebenso gegen eine Instrumentalisierung der Opfer durch Pegida und Co. wehren.«

Unter dem Credo »Wir OWLer halten zusammen – gegen Sexismus, Rassismus und Gewalt« hatte das Bündnis die Veranstaltung auf Facebook beworben. Mittlerweile ist diese aber gelöscht worden. Kritik hatte es nicht nur gegeben, weil die geplante Demonstration auf den historisch konnotierten 30. Januar (Machtergreifung Adolf Hitler, gefolgt von einem Fackelzug in Berlin) fiel. Auch eine Zusammenarbeit mit anderen Bündnissen der Stadt sei wünschenswert gewesen, hieß es in den Kommentaren, die nun auch nicht mehr zu sehen sind.

Das  »Bündnis für Toleranz und Menschlichkeit« hatte im November bereits zu einer Menschenkette gegen Rechts auf dem Kesselbrink aufgerufen, bei der damals aber auf Grund der Terrorattentate in Paris vor allem der dortigen Opfer gedacht wurde.

Auf der Facebook-Seite des Bündnisses haben die Verantwortlichen mittlerweile bekanntgegeben, dass die Veranstaltung abgesagt wurde. Zeitgleich sprechen sie jedoch davon, im Hintergrund daran zu arbeiten, »diesen Termin aufrecht erhalten zu können«. Bei der Polizei wurde die Demonstration für den 30. Januar um 17.30 Uhr angemeldet.

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