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Verdi ruft für Mittwoch erneut zu Ausstand auf – Busse aus OWL

Der nächste Kita-Streik

Gelsenkirchen/Bielefeld

Vor der dritten Verhandlungsrunde im Tarifstreit der Beschäftigten in den kommunalen Sozial- und Erziehungsdiensten erhöht die Gewerkschaft Verdi weiter den Druck auf die Arbeitgeber. Für Mittwoch ist in Gelsenkirchen eine landesweite Kundgebung geplant. Rund 8000 Teilnehmende werden zu der Demo auf erwartet. Weitere Warnstreiks sind in dieser Woche zu erwarten

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So wird es am Mittwoch wieder aussehen: Verdi-Mitglieder demonstrieren für ihre Forderungen. Foto: Marius Becker/dpa

„Die Beschäftigten streiken dafür, dass sie ihre Arbeit besser im Sinne von Kindern und Familien erfüllen können. Das geht nur über Entlastung und Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel“, sagte Verdi-NRW-Landesfachbereichsleiterin Andrea Becker. Hintergrund sind bislang ergebnislose Verhandlungen für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst und die angespannte Situation in den Einrichtungen der Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern.

Auch OWL beteiligt sich erneut an dem Warnstreik. Mehr als 500 Streikende aus Detmold, Bad Oeynhausen, Minden, Herford, Bielefeld, Gütersloh und Paderborn würden mit Bussen nach Gelsenkirchen fahren, teilte Hermann Janßen vom Verdi-Bezirk OWL am Montag mit.

Verdi verhandelt auf Bundesebene mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) für etwa 330.000 tarifgebundene Beschäftigte im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst, rund 60.000 bis 70.000 davon in NRW. Die vorangegangenen beiden Tarifrunden im Februar und im März waren ergebnislos verlaufen. Die dritte Verhandlungsrunde findet am 16. und 17. Mai in Potsdam statt. Kommunale Tarifabschlüsse können auch Signalwirkung für andere Träger wie etwa die Kirche haben.

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