Zweites Radiokonzert der Bielefelder Philharmoniker in Zeiten von Corona – ein Erfahrungsbericht

„Der Sound meines Lebens“

Bielefeld

Wer hätte vor etwas über einem Jahr gedacht, dass der typische Klang eines sich einstimmenden Orchesters einem eine Gänsehaut über den Rücken jagt? Ich bestimmt nicht. Bei rund 100 Konzerten, Musik- und Tanztheateraufführungen, die ich vor Corona durchschnittlich pro Jahr besuchte, gehörte dieses „Tüdelütt“ der Bläser und Raunen der Streicher zum selbstverständlichen Sound meines Lebens.

Uta Jostwerner

Legere Kleidung, höchste Konzentration: Die Bielefelder Philharmoniker unter der Leitung von Gregor Rot bei ihrem zweiten Radiokonzert in der Zionskirche. Die Darbietung wurde live über Antenne Bethel übertragen. Foto: Christian Weische

Samstagabend sitze ich als Berichterstatterin und einzige Besucherin auf der Orgeltribüne der Zionskirche und höre zum ersten Mal seit vielen Monaten wieder diesen Klang, der jedem Konzert vorausgeht und der auf beiden Seiten des Podiums eine gewisse Spannung erzeugt. Ein Ensemble der Bielefelder Philharmoniker – etwa die Hälfte des gesamten Orchesters – hat im Kirchenschiff Aufstellung genommen, um zum zweiten Mal vor leeren Kirchenbänken ein über Antenne Bethel übertragenes Radiokonzert zu geben.

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