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Das Jahr 2020 in Bielefeld: 2020 Die massiven Schäden durch Trockenheit und Borkenkäfer werden noch deutlicher

Der Wald leidet

Bielefeld

Der Bielefelder Wald leidet. Die trockenen Sommer der vergangenen Jahre und der in dieser Dimension noch nie dagewesene Befall mit Borkenkäfern haben unzähligen Bäumen zugesetzt. Rund 80 Hektar Stadtwald sind durch Trockenheit, Stürme und Schädlingsbefall schwer geschädigt, dazu kommen schwächelnde Buchenbestände.

Hendrik Uffmann

Vielerorts im Teutoburger Wald sind große Flächen, auf denen Bäume vertrocknet sind, abgeholzt worden Foto: Thomas F. Starke

Die Aktion „Ein Stück Bielefelder Wald“, bei der die Stadt Spenden sammelt, um abgeholzte Flächen wieder aufzuforsten, erhält unterdessen immer mehr Unterstützung. Mehrere zehntausend Bäume wurden inzwischen neu gepflanzt.

Wer in diesem Jahr im Teutoburger Wald unterwegs ist, der kann die Augen vor den immensen Auswirkungen von Trockenheit und Käferplage kaum noch verschließen. An manchen Stellen werden sie besonders deutlich, wie etwa auf beiden Seiten des Hermannswegs zwischen der Gaststätte Eiserner Anton und Lämershagen. Dort, wo zuvor große Fichtenbestände wuchsen, sind auf großen Fläche beinah alle Bäume gefällt worden.

Für die Förster und Waldarbeiter bedeutet dies eine enorme Kraftanstrengung, für die privaten Waldbesitzer auch enorme wirtschaftliche Verluste.

Aber auch für alle Bielefelder, die den Wald als Ausflugsziel schätzen und als Erholungsort lieben, sind betroffen.

Zumal nach den Fichten, deren Bestände nach Einschätzung von Experten in nicht allzu langer Zeit wohl komplett verschwunden sein dürften, inzwischen auch andere Baumarten betroffen sind. So mussten im Herbst zum Beispiel auch an der Promenade und im Freudental mehr als 40 große Buchen gefällt werden, weil sie nicht mehr standsicher waren und Spaziergänger und Jogger auf den stark frequentierten Wegen gefährdet waren.

Unumstritten ist die großflächige Abholzung der Fichtenbestände und die Wiederaufforstung allerdings nicht. Umweltschutzverbände plädieren dafür, die abgestorbenen Fichten stehen zu lassen und auf die Naturverjüngung des Waldes zu setzen.

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