1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Bielefeld
  6. >
  7. Der zweite Schnitt gewinnt

  8. >

Bielefelder Chris Hartung räumt internationalen Travel-Filmfestival-Preis für seinen Australienfilm ab

Der zweite Schnitt gewinnt

Bielefeld (WB)

E­rst im letzten Jahr stellte Chris Hartung seine Reise-Reportage „Facing down under“ fertig und war enttäuscht, dass die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie die geplante Premiere im Lichtwerk verhinderten.

Nadine Niehenker

Der Bielefelder Dokumentarfilmer Chris Hartung hat seinen Australienfilm noch einmal überarbeitet und mit dem zweiten Schnitt einen Preis für die beste Kamera gewonnen. Foto: privat

Während seiner Reise durch Australien dokumentierte er alles mit der Kamera und fertigte aus dem Videomaterial eine Reise-Dokumentation. Trotz der schwierigen Situation ließ der 20-Jährige den Kopf nicht hängen und arbeitete hartnäckig weiter an dem Projekt.

„Mit dem aktuellen Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Ich stand natürlich schon davor voll hinter dem Projekt, aber beim zweiten Schnitt habe ich jetzt ein richtig gutes Gefühl“, sagt Hartung.

Veröffentlichung des Reisefilms selbst in die Hand genommen

Und das zurecht: Nachdem er sich das Feedback aus dem engen Bekanntenkreis und die professionelle Meinung von Filmproduzenten zu Herzen genommen und umgesetzt hatte, reichte er das überarbeitete Stück bei dem „Travel Film International Film Festival“ ein – und gewann eine Auszeichnung für die beste Kamera. Doch auch mit dem Lichtwerk steht Hartung weiterhin im Austausch: Aufgeschoben heißt also nicht aufgehoben.

Chris Hartung hat per Instagram innerhalb von zwei Wochen 100 Blue-Rays über seine Australienreise verkauft. Foto: privat

Inzwischen macht der Bielefelder ein Praktikum als Videoproduzent im Marketingbereich eines Start-up-Unternehmens in Heidelberg und hat die Sache mit der Veröffentlichung des Reisefilms selbst in die Hand genommen. Über Instagram verkaufte der Student innerhalb von zwei Wochen 100 Blue-Rays in ganz Deutschland und teilweise auch über deutsche Grenzen hinaus. Den Versand und den bürokratischen Aufwand übernahm er ebenfalls selbst.

Seit dem 15. April kann sein Film über Vimeo gestreamt werden. „Mein Film hat in der ersten Phase jetzt schon eine Menge ausgelöst und damit bin ich auch sehr glücklich. Und jetzt kommt dann der nächste Schritt“, freut sich der Videoproduzent.

Startseite
ANZEIGE