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Täter aus Löhne und Bielefeld: 150 Zigarettenautomaten geplündert

Die Kunst, Geldscheine zu falten

Detmold/Bielefeld

Origami ist die japanische Kunst des Papierfaltens, und sie hat in aller Welt Anhänger. Ob die beiden Spitzbuben jemals in Japan waren, darf man bezweifeln. Fest steht: Sie können Geldscheine falten, und zwar so kunstvoll, dass sie damit Zigarettenautomaten überlistet haben. Der Schaden ist nicht von Pappe, die Strafe, die das Landgericht Detmold gegen sie verhängt, auch nicht, gleichwohl aber einigermaßen milde.

Von Ulrich Pfaff

Justitia lässt gegenüber den Automatenplünderern Milde walten. Es bleibt bei Bewährungsstrafen. Foto: dpa

Die Staatsanwaltschaft verzichtet in dem Prozess am Freitag aus nachvollziehbaren Gründen darauf, das Muster öffentlich zu erläutern, mit denen der 55-Jährige aus Bielefeld und der 42-Jährige aus Löhne 10er und 20er-Euro-Scheine zusammenfalteten – so kunstvoll, dass sie zwar an etlichen Zigarettenautomaten jeweils ein paar Schachteln samt Wechselgeld bekamen, ihren eigenen Schein aber unbeschadet wieder aus dem Kassenschlitz herausziehen konnten. Ein effektives und einträgliches Geschäftsmodell, mit dem die beiden durch halb OWL, das Weserbergland und bis hinunter nach Nordhessen zogen und laut Anklage etwa Beute im Wert von 12.000 Euro „einsackten“.

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