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Bielefeld bleibt Corona-Hotspot: Inzidenzwert steigt auf 238,8 – Vier weitere Todesfälle

Die Nummer zwei in NRW

Bielefeld (WB/wie)

Die Stadt Bielefeld bleibt Corona-Hotspot. Der Inzidenzwert ist am Dienstag auf 238,8 angestiegen. Außerdem werden vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet.

Westfalen-Blatt

Der Inzidenzwert in Bielefeld steigt weiter an. Foto: imago images

Das Robert-Koch-Institut und die Stadt melden am Dienstag 168 Neuinfektionen in Bielefeld. Damit sind seit Beginn der Pandemie insgesamt 8.098 Coronainfektionen in Bielefeld registriert. Der Inzidenzwert liegt nun bei 238,8 (+27,2 zum Vortag). Das entspricht 798 Neuinfizierten in den letzten sieben Tagen.

Damit ist die Stadt Bielefeld Corona-Hotspot Nummer zwei in NRW – nur für den Oberbergischen Kreis (239,7) gibt das RKI am Dienstag einen noch höheren Inzidenzwert an.

Die Stadtverwaltung weist allerdings darauf hin, dass die aktuellen Zahlen nicht das tatsächliche Infektionsgeschehen widerspiegeln würden, da noch immer ein Melderückstau abgearbeitet werden muss. Dazu Krisenstabsleiter Ingo Nürnberger: „Der Großteil der dem RKI 168 gemeldeten Infektionen entstammt der Nachmelde-Aktion (133). Nur 35 waren echte Neuinfektionen, die aktuell bei uns eingegangen sind. Es ist völlig klar, dass wir die reale Entwicklung bei den Neuinfektionen weiter beobachten. Sollten wir bei einer negativen Entwicklung der realen Inzidenzzahl weitere Einschränkungen benötigen, werden wir darauf achten, dass diese Maßnahmen wirksam und damit auch verhältnismäßig sind. Die 15-km-Regelung gehört für uns weiterhin nicht zu den wirksamen und verhältnismäßigen Maßnahmen.“

Am Montagabend hatte das NRW-Gesundheitsministerium per Regionalverordnung in Corona-Hotspots Bewegungseinschränkungen (15-Kilometer-Regel) verhängt. Davon betroffen war zunächst auch Bielefeld, in einer später am Abend veröffentlichten Version tauchte unsere Stadt allerdings nicht mehr auf.

Außerdem werden in Bielefeld vier weitere Todesfälle in Zusammenhang mit Corona vermeldet: zwei Frauen im Alter von 78 und 80 Jahren sowie zwei Männer im Alter von 67 und 84 Jahren. Damit sind seit Beginn der Pandemie nun insgesamt 140 Bielefelderinnen und Bielefelder an oder mit dem Virus verstorben. Ingo Nürnberger bezeichnet die hohe Zahl der Todesfälle als „erschreckend und besorgniserregend“.

Aktuell infektiös sind nach Angaben der Stadt 1590 Personen (+148). Genesen sind mittlerweile 6368 Menschen. 116 Menschen werden aktuell in Bielefelder Krankenhäusern behandelt, 40 davon liegen auf der Intensivstation und 31 werden auch beatmet.

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