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Blickfang im Botanischen Garten

Die Zeit der Rhododendren

Bielefeld (WB/bp). In diesem Frühjahr blühten sie besonders früh auf, die Rhododendren im Botanischen Garten. Sie sind ein Markenzeichen der Anlage, die auf das Jahr 1912 zurück geht.

Festmahl für Bienen: Die leuchtenden Blüten ziehen Insekten magisch an. Foto: Mike-Dennis Müller

Rüdiger Ahrend, Leiter des Botanischen Gartens, sagt, die Rhododendren und Azaleen hätten bereits zwei Wochen vor ihre Zeit – eigentlich ab Mitte Mai – in voller Blüte gestanden. Der Grund dafür: der milde Winter.

Er schätzt, dass es in der Anlage 20 Wildarten und weitere 20 Hybride wachsen und gedeihen würden. Rhododendren gebe es wohl schon seit den 1930er Jahren im Botanischen Garten, weil, so Ahrend, »sie sich auch unter hohen Bäumen wohl fühlen.«

Rhododendren sind zur Zeit in Grünanlagen und Hausgärten zu bewundern, sie blühen Weiß und Gelb, Rosa und Purpur oder Violett. Beheimatet sind sie in gut 1000 Arten vor allem in Asien, aber auch in Nordamerika und in Europa.

Sie kommen in der Tundra genauso vor wie im Hochgebirge, etwa in Tibet, wachsen im Regenwald und auf Meereshöhe.

In den 1990er Jahren gab es im Bielefelder Rathaus den Plan, den Botanischen Garten zu verkleinern, sich vor allem von den Rhododendren zu trennen.

Die Bielefelder wehrten sich, es kam zur Gründung des Fördervereins Botanischer Garten, dem es gelungen ist, die Anlage nicht nur zu erhalten und zu verschönern, sondern sie sogar zu vergrößern. Weil die Hauptblütezeit der Rhododendren überschritten ist, hat Rüdiger Ahrend die Führung dazu, eigentlich am kommenden Sonntag, 27. Mai, geplant, abgesagt.

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