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Sparkasse Bielefeld setzt auf neue Center-Angebote – Immobilien weiter stark gefragt

Digital und persönlich

Bielefeld (WB). In Zeiten niedriger Zinsen wird es für die Sparkasse Bielefeld schwieriger, Geld zu verdienen. „Unsere Kapitalausstattung ist aber so, dass wir nicht unter Druck geraten werden“, hat Michael Fröhlich, Vorstandsvorsitzender Sparkasse Bielefeld, jetzt bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2019 klargestellt. Das Geldinstitut erzielte im vergangenen Jahr ein Betriebsergebnis von 54,1 Millionen Euro (2018: 58,2 Millionen) bei einer Bilanzsumme von 6,757 Milliarden Euro.

Michael Schläger

Das Führungsquartett der Sparkasse Bielefeld: (von links) stellvertretendes Vorstandsmitglied Stefan Dwilies, Vorstandsmitglied Jennifer Erdmann, Vorstandsvorsitzender Michael Fröhlich und stellvertretender Vorstandsvorsitzender Hagen Reuning. Foto: Bernhard Pierel

Immobilien

Zum soliden Abschluss beigetragen haben auch Immobilienfinanzierung und -Vermittlung. „Die Nachfrage nach Immobilien übersteigt das Angebot bei weitem“, sagte das zuständige Vorstandsmitglied Jennifer Erdmann. 1500 Gesuche lägen aktuell vor. Insgesamt vermittelte die Sparkasse im vergangenen Jahr 277 Immobilien mit einem Volumen von 76 Millionen Euro (2018: 287 Immobilien, Volumen: 88 Millionen Euro). Dabei sei die Zahl der vermittelten Gebrauchtimmobilien im Vergleich zu 2018 leicht gestiegen, die Zahl der Neubauten sei hingegen leicht gesunken. Einen starken Zuwachs gab es bei Gewerbeobjekten. Von den Kreditzusagen der Sparkasse entfielen 416 Millionen auf die Immobilienfinanzierung bei einem Gesamtumfang von 1,173 Milliarden Euro.

Filiale oder online

69,8 Prozent der Bielefelder möchten persönlich Kontakt mit ihrer Bank oder Sparkasse aufnehmen. Das hat eine Umfrage des Geldinstituts ergeben. „Wir werden deshalb in der Fläche weiter Präsenz zeigen“, versicherte Michael Fröhlich. Die Sparkasse wolle an ihren 33 Beratungszentren und Filialen im Stadtgebiet festhalten. An der Buschkamp­straße in Senne müssen die Kunden aber noch eine Weile auf die Wiedereröffnung der mit Schadstoffen belasteten Filiale warten. „Wir hoffen sie im Sommer wiederzueröffnen“, sagte das stellvertretende Vorstandsmitglied Stefan Dwilies.

Gleichzeitig spielt das Online Banking eine immer größere Rolle. Registriert wurden 15,5 Millionen Besuche in der Internetfiliale, ein Plus von 17 Prozent. Die Zahl der Sparkassen-App-Nutzer stieg allein um 25 Prozent auf 47.000. Neue Bezahlsysteme wie ApplePay seien stark nachgefragt.

Neue Kundenansprache

Um unterschiedliche Kundengruppen besser zu erreichen, hat die Sparkasse neue „Center-Lösungen“ entwickelt. Im „Smartcenter“ spricht ein junges Team die Kunden im Alter von 18 bis 29 Jahren an. Im „Beratungscenter“ sollen die Kunden, die nicht in Bielefeld leben oder eher selten eine Filiale besuchen, Ansprechpartner finden. Seit September gibt es außerdem ein „Business-Center“, das rund 3500 kleinere Gewerbekunden betreut. „Damit erweitern wir unsere klassischen Geschäftsmodelle“, so Fröhlich.

Stadt profitiert

Auch die Stadt profitiert von der Sparkasse. In diesem Jahr wird sie 4,7 Millionen Euro (einschließlich Steuern) ans Rathaus überweisen, zwei Millionen Euro mehr als im Vorjahr, berichtete Vorstand-Vize Hagen Reuning. Über Sponsoring, Gelder der Sparkassen-Stiftung und Einnahmen aus der Sparlotterie erhielten Vereine und Initiativen im vergangenen Jahr 1,9 Millionen Euro, 200.000 Euro mehr als ein Jahr zuvor.

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