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Handwerkskammer OWL zu Bielefeld investiert fast zwei Millionen Euro in die IT-Ausstattung

Digitale Kompetenzen stärken

Bielefeld

Einen Zuwendungsbescheid des Landes Nordrhein-Westfalen über 1,5 Millionen Euro hat Regierungspräsidentin Judith Pirscher zu einem Besuch in den Campus Handwerk in Bielefeld mitgebracht. Mit dem Geld will die Handwerkskammer die digitale Ausstattung des angeschlossenen Berufsbildungszentrums noch weiter ausbauen.

wn

Dr. Jens Prager, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer OWL, Regierungspräsidentin Judith Pirscher, Dr. Maribel Illig, Geschäftsführerin des Berufsbildungszentrums, und Peter Eul, Präsident der Handwerkskammer OWL (von links). Foto: Handwerkskammer

Die Handwerkskammer OWL versteht sich als Vorreiterin und ist schon heute federführend in der Digitalisierung im nordrhein-westfälischen Handwerk. Auch das Konzept des Berufsbildungszentrums setzt immer stärker auf die Vermittlung digitaler Kompetenzen. „Wir werden insgesamt knapp zwei Millionen Euro investieren, um die bestmögliche Ausstattung bieten zu können“, erklärte Hauptgeschäftsführer Dr. Jens Prager bei der Übergabe des Bescheides. „Durch die Pandemie hat sich der digitale Wandel nochmals beschleunigt“, ergänzte Peter Eul, Präsident der Handwerkskammer.

Pandemie wirkt als Beschleuniger

Die Handwerkskammer wolle ihren Mitgliedern, den Auszubildenden und weiteren Interessenten das theoretische und das anwendungsbezogene Wissen dazu vermitteln. Das Konzept der regionalen Bildungsstätten stärke die Wirtschaftsstruktur der Region, meint Pirscher.

„Die Handwerkskammer hat mit der Investition in die IT-Ausstattung und IT-Infrastruktur den richtigen Weg eingeschlagen. Ein Weg, den das Land NRW mit 1,5 Millionen Euro öffentlicher Förderung unterstützt“, sagte Pirscher. Sie sei sich sicher, dass die Handwerkskammer mit ihrer Investition einen wichtigen Beitrag leiste, um die Aus- und Weiterbildung in der Region zu verbessern.

Wandel in allen Branchen

„Digitaler Wandel findet in allen Handwerksbranchen statt, daher haben wir die Investitionen auch auf verschiedene Bereiche verteilt“, erklärte Dr. Maribel Illig, Geschäftsführerin des Berufsbildungszentrums der Handwerkskammer. So wird das Berufsbildungszentrum drei weitere 3D-Drucker anschaffen. Mit diesem Drucker lernen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen im Fachbereich Metall die additive Fertigung kennen und können im Vergleich zur substraktiven CNC-Technik die Vor- und Nachteile des jeweiligen Verfahrens einschätzen. Im Fachbereich Heizung – Sanitär – Klima wird die Handwerkskammer 3D-VR-Brillen sowie eine entsprechende Hard- und Software anschaffen. Mit diesen virtuellen Instrumenten wird vermittelt, wie Bäder fachgerecht dreidimensional zu planen und zu visualisieren sind.

Des Weiteren werden zwei Fachräume für Elektrotechnik neu ausgestattet und neue Geräte für speicherprogrammierbare Steuerung im Bereich Gebäudesystemtechnik angeschafft. In den Räumen kann die jeweilige Lehrkraft mit einer Software jeden Arbeitsplatz individuell einstellen.

50 neue Tablets

Um der wachsenden Zahl an Fortbildungskursen im Konditorenbereich (Meistervorbereitung und Chocolatier) sowie im Fachverkauf gerecht zu werden, wird die Handwerkskammer auch dort zahlreiche Anschaffungen vornehmen. Ebenso wird der wachsende Bereich Friseur/Kosmetik mit neuen Geräten für die Mesotherapie (gegen Haarausfall und Hautalterung) und die Dermomassage sowie einer Ultraschall-Peelingeinheit ausgestattet werden.

Schließlich erhält die Zahntechnik 3D-Desktop-Scanner, mit denen zu Übungszwecken Gipsmodelle eingescannt und mit einem 3D-Drucker zu Prothetik-Bauteilen weiterverarbeitet werden können. Im gesamten Berufsbildungszentrum wird die EDV ausgebaut, und mehr als 50 neue Tablets stehen den Lehrgangsteilnehmenden zur Verfügung.

„Dank der großzügigen Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen bleibt unser Berufsbildungszentrum weiterhin eine der modernsten Bildungsstätten in Deutschland“, sieht Hauptgeschäftsführer Prager sein Haus für die Zukunft gut aufgestellt.

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