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Weil Beschlüsse verschoben wurden, wird Bielefelds größte Kreuzung später ausgebaut

Eikelmann-Knoten: Umbau erst 2021

Bielefeld (WB). Die Eikelmann-Kreuzung am Knotenpunkt von Verler, Lämershagener und Paderborner Straße wird in diesem Jahr nicht mehr umgebaut. Zu diesem Schluss kommt Baudezernent Gregor Moss, nachdem der Stadtentwicklungsausschuss am Dienstagabend eine Entscheidung zum Ausbau erneut aufgeschoben hat.

Peter Bollig

Die Eikelmann-Kreuzung soll zu Bielefelds größtem Verkehrsknoten ausgebaut werden. Der für dieses Jahr geplante Umbau findet jetzt allerdings erst 2021 statt. Foto: Peter Bollig

Jens Julkowski-Keppler (Grüne) hatte sich bereits in der Dezember-Sitzung für eine zweite Lesung der Beschlussvorlage im Januar ausgesprochen, jetzt aber erneut „Beratungsbedarf“ in seiner Fraktion angemeldet. Er sehe noch Fragen zur Anordnung der Fußgängerüberwege, schloss sich außerdem Einwänden von Bernd Vollmer (Linke) an, der breitere Radwege gefordert hatte. Moss verwies auf positiv verlaufene Gespräche mit Grundstückseigentümern, die breitere Radwege zuließen, kritisierte aber die Forderung nach Radwegen an einer Stelle, wo „niemand ist und niemand langfährt“.

Verkehr nimmt zu und belastet den Knoten

Ralf Nettelstroth (CDU) beklagte die neuerliche Verschiebung der Abstimmung. Die Grünen hätten mit der gleichen Begründung schon vor anderthalb Monaten Beratungsbedarf angemeldet. „Da gibt es nichts Neues“, sagte Nettelstroth. Holger Nolte (CDU) betonte die Dringlichkeit des Umbaus der Kreuzung: „Weitere Verzögerungen wären unglücklich“, weil sich der Verkehr andere Wege suche, sich diese Strecken verfestigten und Fahrer auf diesen Wegen blieben, selbst wenn die Eikelmann-Kreuzung dann umgebaut sei. Zu dieser Verzögerung wird es Gregor Moss zufolge jetzt aber kommen, weil es nun unmöglich sei, noch in den Sommerferien mit dem Bau zu beginnen. Und man benötige diese verkehrsarme Zeit, um in den viel befahrenen Knoten einzugreifen. „Wir würden den Verkehr sonst lahmlegen.“

Durch den Umbau soll Bielefelds größte Kreuzung entstehen. Zusätzliche Abbiegespuren sollen insbesondere dafür sorgen, dass der Verkehr aus der Verler Straße zügiger abfließen kann. Seit Jahren stauen sich Autos und Lastwagen zu langen Wartezeiten zurück – nicht erst seit Ansiedlung des Paketdienstes UPS im Gewerbegebiet Fuggerstraße, wie Gregor Moss ein weiteres Mal betonte. Die Grünen hatten zuletzt beklagt, die Kreuzung würde lediglich zugunsten des Online-Handels ausgebaut. Moss hielt dem die allgemeine Verkehrsentwicklung und die Prognosen entgegen, wonach die Zahl der Pkw und Pendler in Bielefeld weiter zunehme. Nicht nur Bielefeld sei gewachsen, auch der Speckgürtel drumherum. UPS mache nur einen kleinen Teil des Verkehrsaufkommens aus.

Vorbereitende Maßnahme im Herbst

Der Dezernent wandte sich auch gegen die Kritik der Linken, die anstehende Erweiterung der Stadtbahnlinie 1 sei nicht in die Planung der Kreuzung, an der auch eine Haltestelle platziert werden soll, mit einbezogen worden, sprach von „planerischen Mängeln“. Moss: „Die Linie 1 war sehr wohl mit eingeplant.“ Das später erforderliche Nachrüsten der Ampelschaltungen zugunsten der Stadtbahnzüge neben der neuen Kreuzung „ist bereits berücksichtigt worden“.

Insgesamt drei Monate soll der Umbau der Kreuzung dauern. Im Herbst dieses Jahres könnten jetzt noch vorbereitende Maßnahme erfolgen, die Hauptbauphase falle dann ins Jahr 2021.

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