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Neun Welpen feiern ihren ersten »Dackelgeburtstag« in Milse

Ein muntere Rasselbande

Bielefeld (WB). Zwei Tage zittern, drei Wochen bangen, drei Monate Stress – und doch nichts bereut. Rita Dausmann blickt erleichtert, aber auch dankbar auf die Wochen nach dem 14. Februar 2018 zurück, als ihre Dackelhündin Wilma neun Welpen zur Welt und das Leben der Dausmanns ziemlich durcheinander brachte. Genau ein Jahr ist das her, der »Dackelgeburtstag« wurde jetzt gemeinsam in Bielefeld-Milse groß gefeiert.

Heinz Stelte

Wiedersehen zum »Dackelgeburtstag« (stehend von links): Markus Rübbert mit Paulchen, Lisa Fischer mit Theo, Christine Bendlin mit Lucy, Heinrich Lindhorst mit Alfred, Birgit Brune mit Emil, Rita Dausmann mit Wilma und Emma, David McBride sowie (knieend von links) Stefan Schreiber mit Alma, Anja Eikens mit Rosi und Sahra McBride mit Daisy Foto: Oliver Schwabe

Alfred, Emil, Paulchen, Theo, Emma, Lucy, Rosi, Daisy und Alma – längst haben die jungen Kurzhaardackel ein neues Zuhause gefunden, im Solling und in Eisenach, Bad Oeynhausen, Lage oder England.

Doch zur gemeinsamen Geburtstagsfeier, da sind alle zum ersten Mal seit ihrer Trennung wieder zusammen, und die neuen Besitzer auch. »Man ist ja schon neugierig, was aus allen geworden ist,« freuen sich Rita und Michael Dausmann, dass alle Welpen von Wilma samt Frauchen und Herrchen der Einladung nach Milse gefolgt sind. Servietten mit Dackel-Bildnis, Muffins mit Schokoladenkrone in Dackelform, »alles für den Dackel…«, der Ausspruch von Hausmeister Krause aus der legendären SAT1-Fernsehserie, ist an diesem Tag Programm. Mit recht.

Neun Welpen im »Nest«

Rückblick: Im Februar 2018 ist Dackelhündin Wilma das erste Mal trächtig. Am 13., um 6 Uhr morgens, kommt der erste Welpe zur Welt, dann der zweite, der dritte … fünf Stunden später liegen neun Welpen im »Nest«. Durchaus nicht ungewöhnlich bei Dackeln, ein Wurf umfasst bei der Rasse sieben bis zehn Welpen. Per Telefon holt sich Rita Dausmann Tipps von einer Züchterin. Zwei der Welpen sind sehr schwach. »Zwei Tage mussten wir um ihr Leben bangen, sie mit der Spritze füttern, dann waren sie kräftig genug.« Mutter Wilma hat nur acht Zitzen, da kann nicht jedes hungrige Mäulchen sofort Nahrung finden.

An Schlaf ist bei den Dausmanns fortan nicht zu denken. Neun Welpen, »das ist ein 24-Stunden-Job,« erzählt Frauchen Rita. Immer wieder aufpassen, dass alle gut säugen, dass keines der kleinen Wesen im Gedränge erdrückt wird, dass es sauber bleibet – »nach drei Wochen konnten wir durchatmen.«

Turbulent auf 70 Quadratmetern

Doch dann wurde es turbulent in der 70-Quadratmeter-Wohnung. »Die haben viel Unsinn gemacht. Man glaubt gar nicht, auf was für Ideen die kommen,« erinnert sich Rita Dausmann. Immerhin gehen die jungen Dackel brav aufs Katzenklo. So bleibt die Wohnung wenigstens sauber. »Und da es ab April schon warm wurde, konnten sie dann raus.« Im Kaninchenstall werden die neun Racker größer. »Da hatten wir dann unsere Wohnung wieder für uns.«

Nach gut drei Monaten heißt es für das Ehepaar Dausmann Abschied nehmen von der »Rasselbande«. »Wir haben für alle ein liebevolles neues Zuhause gefunden,« freut sich Rita Dausmann. Regelmäßig stehen die neuen »Dackelfamilien« in Kontakt, und im Oktober kam Idee einer gemeinsamen Geburtstagsfeier. Und Spaß haben daran nicht nur die Vierbeiner, sondern augenscheinlich auch ihre Besitzer. »Vielleicht treffen wir uns ja nächstes Jahr wieder,« orakelt Rita Dausmann. Was sie aber nicht noch einmal haben möchte, ist Dackelnachwuchs. »Das war sehr interessant, ein einmaliges Erlebnis.« Aber einmalig soll es auch bleiben.

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