Dr. Anika Haverig ist neue Geschäftsführerin des Zentrums für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld

Ein nicht ganz so hektischer Start

Bielefeld

In gewisser Weise ist es der Corona-Pandemie zu verdanken, dass Dr. Anika Haverig neue Geschäftsführerin des Zentrums für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität ist. Denn das Homeoffice ihrer Hamburger Wohnung tauschte die 40-Jährige nur zu gern aus gegen ihr altes Zimmer im großen elterlichen Haus in Leopoldshöhe. Und kam dabei wieder auf den Geschmack: In Ostwestfalen könne man gut leben, findet sie.

Sabine Schulze

Die neue Geschäftsführerin Dr. Anika Haverig Foto: Bernhard Pierel

Zu denken, dass Anika Haverig ein Nesthocker sei, wäre aber ein großer Fehler: Nach der Schulzeit in Oerlinghausen nahm sie das Studium der Mathematik und Sozialwissenschaften (mit dem Ziel Lehramt) an der Universität Bielefeld auf und ging dann für ein Auslandssemester nach Neuseeland. Aus dem Semester wurde ein Jahr, weil die junge Studentin dort die kleinen, individuelleren Lerngruppen zu schätzen lernte. An die Uni Bielefeld kehrte sie zurück, um ihr Staatsexamen abzulegen, wohl wissend, dass sie doch nicht Lehrerin werden wollte. Es ging vielmehr für ein Jahr zurück nach Neuseeland, wo Anika Haverig einen „Research-Master“ machte, bevor sie zur Promotion an die University of Kent in Canterbury, „in den Garten Englands“ wechselte. Ihr Thema: der Vergleich der Migrationsregimes in Großbritannien und Deutschland (bei dem Deutschland gut abschnitt).

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