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Mehr Platz für Radler und Fußgänger in der Friedrich-Ebert-Straße

Eine Fahrspur weniger

Bielefeld (WB). Auch in der Friedrich-Ebert-Straße sollen die Autos Fußgängern und Radfahrern Platz machen. Geplant ist, dass eine Fahrspur und eine Abbiegespur im Kreuzungsbereich wegfallen.

Michael Schläger

Blick in die Friedrich-Ebert-Straße: Noch gibt es die Bus- und zwei weitere Fahrspuren für Kfz. Das soll sich ändern. Foto: Thomas F. Starke

Heute wird der Radverkehr auf dem 200 Meter langen Abschnitt zwischen Telekom-Hochhaus und der Kreuzung Herforder Straße auf einem nördlich der Straße verlaufenden Radweg auf dem Bürgersteig geführt, der in beiden Richtungen genutzt werden kann.

Notwendig ist der Umbau, weil der Radweg auf der nördlichen Seite nicht mehr den gesetzlichen Bestimmungen entspricht. Er ist mit einer Breite von 1,90 Metern für einen Zwei-Richtungs-Verkehr zu schmal. Am Knotenpunkt Friedrich-Ebert-Straße/Herforder Straße wird’s noch ein bisschen enger. Am Telekom-Hochhaus wird dieser Zwei-Richtungs-Verkehr dann aufgelöst. Doch beim Wechsel der Fahrbahnseite kommt es immer wieder zu Konflikten mit Fußgängern. Deshalb wurde jetzt neu geplant. Darüber entscheiden müssen in der kommenden Woche der Stadtentwicklungsausschuss und die Bezirksvertretung Mitte.

Die Stadt hat Anfang September gemessen, wie hoch die Verkehrsbelastung in diesem Bereich ist. Dabei kam heraus, dass innerhalb eines Tages 5057 Kraftfahrzeuge den Straßenabschnitt passieren. Der Anteil von Lkw und Bussen liegt bei 20 Prozent. Im gleichen Zeitraum sind auf dem Straßenabschnitt rund 1400 Radfahrer unterwegs. Auf der Südseite der Straße befindet sich ein etwa 60 Meter langer Parkstreifen auf Höhe der Volksbank mit einer Breite von zwei Metern. Wegen der dort vorhandenen Geschäfte, der Gastronomie und der Bank gelten zurzeit für Teile des Gehwegs in diesem Bereich Sondernutzungsrechte. Lieferverkehr darf auf dem Gehweg be- und entladen.

5057 Kraftfahrzeuge jeden Tag

Für den Autoverkehr besteht bisher eine Einbahnregelung mit jeweils drei Fahrstreifen in Richtung Stresemannstraße – bis etwa zur Mitte des Straßenabschnittes. An der dortigen Ampelanlage ist eine Fahrspur als Busspur gekennzeichnet. Es gibt darüber hinaus zwei Linksabbiegespuren in Richtung Jahnplatz und eine nach rechts in die Herforder Straße.

Um die Situation für Fußgänger und Radfahrer zu verbessern, muss eine Fahrspur aufgegeben werden. Das heißt, vor der Kreuzung Herforder Straße wird es künftig nur noch eine Links- und eine Rechtsabbiegespur geben. Im Bereich des Philipp-Reis-Platzes sind eine Kfz- und eine Busspur vorgesehen.

Insgesamt wurden drei Varianten für den Umbau geprüft, darunter auch ein breiterer Zwei-Richtungs-Radweg auf der Seite der Alten Post. Aus Sicht der Verwaltung, aber auch von Mobiel und der beteiligten Rad- und Autofahrervertreter ist die jetzt vorgeschlagene Variante mit Radwegen auf Bürgersteig-Niveau die beste.

Die Kosten werden bei ungefähr 310.000 Euro liegen. Bezahlt werden sie zum größten Teil aus dem Programm »Emissionsfreie Innenstadt«, das aus EU-Geldern gespeist wird. Nur zehn Prozent muss die Stadt selbst übernehmen.

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