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Kaufmannschaft Altstadt in Bielefeld beklagt den verlängerten Lockdown

„Eine Katastrophe“

Bielefeld

„Die Verlängerung des Lockdown ist für die Händler der Bielefelder Altstadt eine Katastrophe“, sagt Henner Zimmat, Sprecher der Kaufmannschaft Altstadt.

Uta Jostwerner

Winterschuhe satt offeriert Ilona Balodis im Schuhaus Degen. Der Handel bleibt im Lockdown auf der Ware sitzen. Foto: Bernhard Pierel

Problem: Sie werden die Winterware nicht los. Die Rechnungen dafür müssen indes bezahlt werden. „Bei uns zählt jetzt jeder Tag. Vor allem wer Textilien und Schuhe verkauft, muss eigentlich jetzt schon die Ware für den Herbst und Winter 2022/23 ordern“, verdeutlicht Zimmat.

Der Druck, so Zimmat, sei groß. Er wisse von einem Damenbekleidungsgeschäft, das seinen Kunden über die sozialen Medien ein Überraschungspaket im Wert von 250 Euro offeriere und nur 100 Euro dafür verlange.

Kontakt halte der Handel mit seinen Kunden zwar über die sozialen Medien und Angebote wie click und collect oder die Plattform „Wir liefern jetzt!“, gleichwohl seien die Umsatzrückgänge immens groß. „Exakte Zahlen liegen mir zwar nicht vor. Dennoch haben einige Umsatzrückgänge von bis zu 90 Prozent zu beklagen“, weiß Zimmat.

Auf Unverständnis stößt beim Einzelhandel auch der Umstand, dass Hilfen erst mit großer zeitlicher Verzögerung beantragt werden konnten. „Die Novemberhilfe konnte wir erst ab dem 25. Dezember stellen“, erläutert der Altstadt-Sprecher. Gut geschlagen habe sich die Stadt Bielefeld indes beim Kurzarbeitergeld. Zimmat: „Das hat gut geklappt.“

Um bei einer Öffnung ab dem 8. März das Einkaufen für Kunden und Verkäufer sicherer zu machen, wollen die Altstadtkaufleute auf eine App setzen, die es Kunden ermöglicht, Einkaufs- und Beratungstermine zu vereinbaren. Henner Zimmat: „Damit nicht 30 Kunden auf einmal im Laden stehen.“

Die App „FastLane“ wurde den Altstadtkaufleuten am Freitagabend bei einem Zoom-Meeting von Matthias Eichler, dem Leiter des Digitalisierungsbüros der Stadt, vorgestellt.

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