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Firma Heiler sorgt für weihnachtlichen Blickfang in Bielefeld-Ummeln

Eine Pistenraupe als Leuchtreklame

Bielefeld

Eine Pistenraupe, wie man sie sonst aus einem Skigebiet kennt, in Bielefeld? Gibt‘s doch gar nicht! Gibt‘s doch! Genauer gesagt in Bielefeld-Ummeln. Dort hat die Firma Heiler, Spezialist für Sportplatzbau, am Unternehmenssitz in der Bokelstraße eine Pistenraupe aufgestellt und weihnachtlich mit einer Lichterkette geschmückt.

Arndt Wienböker

Madeleine und Maurice Heiler begutachten die weihnachtlich geschmückte Pistenraupe, die vor dem Firmensitz in Ummeln hell erleuchtet strahlt. Foto: Thomas F. Starke

Das fällt ins Auge – vor allem, wenn die Dämmerung einsetzt.

Aber warum steht die etwa sieben Tonnen schwere Pistenraupe dort? „Wir wollten in der Weihnachtszeit mal etwas anderes machen. Mein Sohn Maximilian hatte die Idee, die Raupe an der Kreuzung vor der Firma aufzustellen und zu schmücken. Das hat er dann auch zusammen mit seiner Freundin Nele gemacht“, klärt Prokurist Udo Heiler auf.

Die Pistenraupe des Herstellers Kässbohrer aus Ulm ist neun Jahre alt und gelangte vor drei Jahren für etwa 200.000 Euro in den Besitz der Heiler GmbH. „Die Raupe war vorher auch in Skigebieten im Einsatz“, berichtet Udo Heiler. Das Gefährt, auch Pistenbully genannt, wurde für die Zwecke des Bielefelders Unternehmens aufbereitet und umgerüstet. Die Schneewalze wurde entfernt, ein Ölkühler eingebaut. Heiler: „Wir haben dann noch das Schneeschild umgebaut und eine spezielle Laser-Technik angebaut.“ Die so umgerüstete Raupe dient nun normalerweise dazu, auf Sportplätzen den so genannten Schaumglasschotter zu planieren. Dieser Dämm- und Leichtbaustoff aus Recyclingglas spart Energie und wirkt wärmedämmend. „Wir haben diese Technik bereits bei mehreren Sportplätzen, etwa bei den Bundesligisten Bayern München, Borussia Dortmund, Mainz 05 oder Holstein Kiel eingesetzt“, berichtet Udo Heiler.

Da die Pistenraupe derzeit nicht im Einsatz ist, wurde sie nun bunt beleuchtet als Weihnachtsdekoration vor den Firmensitz gestellt. „Als eine Art Leuchtreklame“, sagen Madeleine und Maurice Heiler, die gemeinsam mit ihrem Bruder Dominic die Geschäftsführung des Unternehmens bilden. „Das passt auch wirklich gut, weil wir aktuell händeringend Raupenfahrer suchen“, betont Madeleine Heiler (25).

Vor drei Jahren hätte die Raupe bereits in gleicher Funktion weihnachtliche Stimmung verbreitet und diente damals sogar als Postkarten-Motiv eines begeisterten Bielefelders. Ein Blickfang ist die Skiraupe im Reich der Flachlandtiroler auf jeden Fall.

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