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Polizei Bielefeld zieht Bilanz

Einsätze im Fünf-Minuten-Takt

Bielefeld

Knapp zwölf Mal die Stunde oder gut alle fünf Minuten sind die Streifenwagenbesatzungen der Bielefelder Polizei im Stadtgebiet oder auf den Autobahnen der Region gefordert. Das geht aus der vom Polizeipräsidium (PP) veröffentlichten Bilanz zum Einsatzgeschehen fürs vergangenen Jahr hervor.

Von Jens Heinze

Symbolbild Foto: dpa

„Insgesamt hat das PP Bielefeld 99.201 Einsätze bearbeitet. Das sind im Schnitt 272 Einsätze pro Tag“, sagt Polizeisprecherin Sonja Rehmert.

Davon entfielen 77.328 Einsätze (2019 insgesamt 84.106) auf die Direktion Gefahrenabwehr und Einsatz (uniformierte Schutzpolizei) im Stadtgebiet. Den Rest stemmten die Polizisten der Direktion Verkehr im Bereich der ostwestfälisch-lippischen Autobahnen.

„Die Einsatzzahlen sind im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie gesunken und haben sich thematisch verändert. Die tägliche Einsatzbelastung der Polizeibeamten im Streifendienst befindet sich damit im Vergleich zum Vorjahr auf einem etwas niedrigeren, aber weiterhin hohen Niveau“, sagt die Polizeisprecherin.

Oder kurz und knapp ausgedrückt: wegen des mehrfachen Herunterfahrens des öffentlichen Lebens gab es beispielsweise deutlich weniger Einsätze rund ums Thema Fußball (die Stadien waren zu). Dafür gab‘s aber mehr coronabedingte Einsätze unter anderem wegen Demonstrationen (Stichwort Querdenker-Aufzüge).

In Zahlen heißt das: Bielefelds Polizisten begleiteten vergangenes Jahr 401 Versammlungen und Aufzüge unter freiem Himmel. Im Jahr 2019 waren es nur 195 Versammlungen. Fußballeinsätze gab es lediglich 15 Mal. Dafür waren Bielefelds Polizisten bei langfristigen Einsätzen wie den Coronaausbrüchen unter Mitarbeitern der Firme Tönnies und der Durchsetzung von Maßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz (Überwachung der Coronaschutz-Verordnung) gefordert. Zudem waren Objektschutzmaßnahmen wie zum Beispiel zum Schutz der jüdischen Synagoge zu leisten.

Trotz anhaltend hoher Arbeitsbelastung sind die Streifenwagenbesatzungen in Bielefeld oft schneller vor Ort als ihre Kollegen in anderen NRW-Kommunen. Wird ein „Täter am Ort“ gemeldet, dauert es im Durchschnitt 4,43 Minuten bis zum Eintreffen des ersten Streifenwagens (um 15 Sekunden zum Jahr 2019 verbessert). Bei Verkehrsunfällen mit Verletzten liegt die sogenannte Einsatzreaktionszeit bei 8,21 Minuten.

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